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Tempelschätze - Buddhismus in Japan

Tempelschätze des Heiligen Berges - Der Geheime Buddhismus in Japan -Dem Buddha nahe sein

In der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn werden besondere Schätze gezeigt: Tempelschätze des Heiligen Berges - Der Geheime Buddhismus in Japan -Dem Buddha nahe sein

Bundeskunsthalle Bonn
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland /

Quelle: Presseamt der Stadt;Bonn Foto: Michael Sondermann

Von Dorothea F. Voigtländer

Es ist eine großartige Ausstellung voller Pracht, es ist eine seltene Schau, weil viele dieser Kunstwerke bisher das Ursprungsland Japan noch nie verlassen hatten, es ist eine atemberaubende Pracht, die sich vor den Augen der Besucher in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn entfaltet: Aus einem der ältesten Klöster Japans, dem Daigo-ji erlauben 240 Exponate Einblicke in den "Geheimen Buddhismus".

Was ist das? "Geheim", das hört sich geheimnisvoll an und fremd. Es ist die direkte Übersetzung für den esoterischen Buddhismus, wie er in Ostasien üblich ist. In Japan, China und Korea bedeutet das Schriftzeichen "mi", das japanische Wort "mikkyo" im chinesischen "mijiao" eben das Geheime, das für Intimität und Intensität steht. Und "kyo" bedeutet die "Lehre". Also "intimer Buddhismus", oder vielmehr "dem Buddha nahe sein". Damit öffnet sich das Tor zum Verständnis der ausgestellten Exponate. Mit dieser Ausstellung wird eine Einführung in den japanischen Shingon-Buddhismus klar und präsentiert das Bergkloster Daigo-ji als einen Kulturträger ersten Ranges. Kunst und Geschichte werden erklärbar auf dem Wege dieser Religion, und die anfangs ungewohnte Bildersprache öffnet sich immer deutlicher dem aufmerksamen Betrachter. Da ist die Glaubenslehre, die Entstehung der Symbolik und ihrer rituellen Bedeutung, die nun verständlich wird.

Auf eine über 1100 Jahre alte Geschichte blickt die Klosteranlage Daigo-ji auf dem Berg Kasatori im Süden der alten Kaiserstadt Kyoto in Japan zurück. Gegründet im Jahre 874 n. Chr. entwickelte sich dieses Kloster zu einem der bedeutendsten Zentren und zu einem wichtigen Wallfahrtsort. Es wurde zum Zentrum für Studien der buddhistischen Religion, für Studien der Philosophie und Medizin. In Legenden und Mythen kommt das Charisma der Mönche zum Ausdruck. Wegen der alten Architektur und der großen Sammlung vieler Objekte wurde diese Klosteranlage 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben.

Und nun sind in dieser Ausstellung in Bonn viele Kulturschätze zu sehen....weiterlesen