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porzellan

Meissen – Barockes Porzellan im Museum für Angewandte Kunst in Köln

Der Luxustraum vom Weißen Gold: Das Meissener Porzellan - Eine einst unbezahlbare Kostbarkeit feiert 300 Jahre europäisches Porzellan


Tabatiere Meissen
Tabatiere mit Reliefdekor, Blumenbuketts und Genreszene, um 1750/60, Porzellan, Montierung Gelbgold. © Rheinisches Bildarchiv/Marion Mennicken

Von Dorothea F. Voigtländer

Aufregung herrschte schon vor über 300 Jahren in ganz Europa: Was einst Könige und Fürsten erfreute, kann sich heute der, der das Geld hat, leisten: Meissener Porzellan. Doch es musste einst erst erfunden werden, das „Weiße Gold“, jenes wertvolle chinesische Porzellan, für das August der Starke (1670-1733) sogar mit Soldaten bezahlte. Kurfürst August der Starke zahlte für die jahrelangen Experimente dem Wissenschaftler und Gelehrten Ehrenfried von Tschirnhaus (April 1651-11.Oktober 1708) Materialien und Labor, er stellte ihm gar den „Aufschneider“ Johann Friedrich Böttger zur Seite, der vorgegeben hatte, Gold erfinden zu können und wegen seiner Misserfolge sogar eingekerkert worden war.

Historische Porzellan-Luxus-Tassen

Der luxuriöse Genuss: Wenn Tassen Geschichte und Geschichten erzählen

Von Revolutionären und Reaktionären 1776 – 1830

napoleon-tasse
Selbstbewußt schaut er von dieser schmuckvollen Tasse, Kaiser Napoleon I.; Sächsische Porzellan-Fabrik Potschappel, Ende 19. Jh
Zum Tee sind wir bei Kaiser Napoleon I. eingeladen, zum Kaffee bei Ludwig van Beethoven oder bei der bezaubernden Madame Jeanne Françoise Julie Adelaide de Récamier:  Möglich macht das die zauberhafte Ausstellung von Tassen voller Geschichte und Geschichten des PorzellanMuseums in Selb, das Deutsche Porzellanmuseum in Hohenberg a. d. Eger. Hier wird einmal mehr deutlich, dass Tassen nicht nur leicht ersetzbare Trinkgefäße sind, sie sind dank dieser Ausstellung mit ihren vorzüglichen Darstellungen Zeugnisse des Lebensstils und des Geschmacks einer Epoche, Tassen als Zeitzeugen.