„Reich werden fängt im Kopf an!“
Vom 16. bis 19. Oktober – 4 Tage lang – findet in München auf dem Messegelände in Riem die erste deutsche Millionärs Fair (Messe) statt. Just zu einem Zeitpunkt, da vielen Menschen auf der Welt ihr Erspartes, ihre Altervorsorge oder ihre vermeintlich sorgsam gehüteten Notgroschen wie man früher sagte, um die Ohren fliegen, sich in heiße Luft auflösen oder kurz gesagt, schlicht weg verbrennen sehen.
Als müsse sich die schöne, gute und auch glitzernde Seite der Welt des Geldes, des Kapitals und des auch damit verbundenen Reichtums schnell noch einmal in Erinnerung bringen, bevor der ganze Spuk zum Alptraum wird und es ganz in Vergessenheit gerät, dass ohne Licht kein Schatten, keine Rose ohne Dornen und es ohne Reiche nur noch Arme gibt.
Wir leben nun einmal in einer von uns als bipolaren, im Sinne voller Gegensätze zu verstehenden Welt, in einer Welt also, die sich dadurch auszeichnet, dass man ohne Schwarz kein Weiß erkennen kann und, dass selbst der liebe Gott den Teufel braucht, um sich im Gegenteil erfahrbar und sichtbar zu machen. Es kommt mir für einen Moment während meiner Betrachtungen so vor, als wollten die Reichen und Schönen gerade jetzt dem Rest der Welt zeigen, dass man die Hoffnung nie aufgeben soll. Egal wie „dicke“ es kommt – denn die meisten von ihnen sind nicht im Wohlstand groß geworden, sondern kommen erstaunlicherweise von unten, „aus kleinen Verhältnissen“, wie der Volksmund so schön sagt, und haben sich mehr oder weniger mühsam „nach oben“ buxiert, allen Widerständen zum Trotz.