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Friedrich Georg Wick - Der Heidenschwanz

Zwölf Geheimnisse für ein starkes Leben – aufgezeichnet auf der Frankenhöhe im „Wäldischen“

Nein, es ist nicht preisgekrönt, ja, es ist auf der Buchmesse 2008 in Frankfurt präsentiert worden und hat unerwartet viel Aufmerksamkeit erregt. Zuerst weiß man nicht, was Friedrich Georg Wick will, was der Titel soll. Neugierig geworden, blättert man die ersten Seiten durch, glaubt an eine schöne und geheimnisvolle Geschichte aus der Vergangenheit, findet sich dann plötzlich mit aktuellen Tipps und Vorschlägen für ein „starkes Leben“ mitten im Buch wieder.

Die Neugierde weicht dem Verstehen, öffnet den Geist zur Nachahmung, denn wer will nicht ein „starkes Leben“ erleben? Da werden dann zwölf Geheimnisse für ein starkes Leben präsentiert, wie überhaupt die Zahl zwölf wie ein roter Faden durch dieses Buch verläuft, wie jener geheimnisvolle Uraler, der mit seiner Geschichte schon fast den Wunsch aufkommen lässt, es ihm nachzumachen.

Doch der Alltag lässt niemanden los, die Zeit soll sinnvoll gelebt und erlebt werden, dazu gibt dieses Buch praktische Tipps, die man zu Beginn der Lektüre nicht erwartet hätte. Es geht um Kraft und Energie, die im Alltag bei vielen Menschen durch Widerwärtigkeiten, Anfeindungen und Krankheit dahinschwinden. Es fängt im Kopf an, wie „gesund“ Geist, Seele und dann natürlich der Körper sind. Das will der „Heidenschwanz“ klarmachen.

Hier eine kleine Leseprobe:

„Winzige Lichtreflexe übertragen die Energie des Körpers in Nervenbahnen und Gehirnströmen. Unsere Blicke sind Energieströme. Bei Depressiven ist ihre Ladung gering. Im Tod verlöscht diese Energie völlig – die Augen brechen. Im Leben kann die Energie der Blicke zu einer Quelle neuer Kraft werden, wenn sie gesucht wird. Manche Menschen entziehen sich der Energie der Blicke, vermeiden Augenkontakte, schlagen den Blick nieder oder wenden ihn ab. Wer statt dessen in der Lage ist, die Energieströme in sich aufzunehmen, wer es vermag, durch seine eigenen Blicke Kraft zu übertragen, kann Kontrolle über Menschen erhalten. Wer im Laufe eines Tages zwölf Blicke wirklich in sich aufnehmen kann und ihnen nicht ausweicht, saugt Kraft und Stärke aus ihnen.“

Und dann werden diese zwölf Blicke aufgezeichnet:

„Die verklärenden Blicke des Bewunderers, die strahlenden Blicke eines Kindes, die fragenden Blicke der Jungfrau, die feurigen Blicke der Liebe, die taktierenden Blicke des Weibes, die weisen Blicke der Alten, die zänkischen Blicke der Greise, die wissenden Blicke der Huren, die anerkennenden Blicke des Freundes, die herausfordernden Blicke des Feindes, die stechenden Blicke des Neiders, die verschlagenen Blicke des Verräters, die eiskalten Blicke des Mörders, die flammenden Blicke des Hassers, die unterwürfigen Blicke des Feiglings, die traurigen Blicke des Abschieds, die triumphierenden Blicke des Siegers“.
Heißt es nicht auch immer wieder: „Die Augen sind der Spiegel der Seele“?

Diese wunderschöne Textauswahl gibt Hinweise darauf, welchen Blicken man begegnen kann, wenn man sie bewusst sucht und aufnimmt. Und es gibt noch viel mehr. Sie machen tatsächlich das eigene Energiekonto stark. Zwölf an der Zahl soll man sich im Laufe eines Tages einverleiben. Das Ergebnis ist frappierend: Blicke suchen und in sich aufnehmen, um sein Energiekonto aufzuladen - es ist wirklich erstaunlich wie stark diese Wirkung ist! Man muss es nur tun. Es ist spannend, tut gut und kostet nichts.

Und noch eine kleine Leseprobe:

„Einkauf vor wenigen Tagen frühmorgens auf einem Biohof. Der erste bewusst aufgenommene Blick kam aus strahlenden Augen am Hofeingang, wo ein Kind einen Drachen bewunderte, der in den Lüften flog. Es tat mir gut, diesen Blick zu sehen und ihn in mich hineinwirken zu lassen. Die Verkäuferin taxierte mich eher belustigt, aber sie hatte wunderschöne, intensive Augen. Verträumt und etwas traurig der Blick einer schlanken, grauhaarigen Frau, die von ihrer Suche am Regal aufblickte. Der Blick des alten Mannes, der fünf Sellerieknollen und etwas Lauch aus dem Hobbygarten zum Weiterverkauf aus dem Kofferraum seines Wagens holte und in den Laden trug, wirkte herausfordernd, überlegen, triumphierend, stolz. – Mit jedem Blick, den ich im Laufe des Tages suchte, fand und in mich aufnahm, spürte ich neue Kraft. Eine positive Stimmung machte sich breit, die bis zum Abend anhielt. (Natürlich hoffe ich, auch mit meinen eigenen Blicken zu einem starken Tag für möglichst viele Mitmenschen beigetragen zu haben)“.

Dieses Buch ist lesenswert, die zwölf Regeln für ein langes und starkes Leben sind doch glaubwürdig, selbst wenn zu Beginn Zweifel aufkommen. Der Pragmatismus findet sich bei der weiteren Lektüre, glaubhaft und spannend.

Friedrich Georg Wick
„Der Heidenschwanz – Zwölf Geheimnisse für ein starkes Leben“Eurasischer Verlag 2008,

77 Seiten mit Karte vom eurasischen Heidenpfad und sieben Schwarzweißzeichnungen,
ISBN: 978-3-935162-03-6,
Preis 5,90 Euro.
www.starkesleben.de
www.eurasischesmagazin.de
info@eurasischerverlag.de
Ringstraße 10, 85250 Altomünster,
Telefon: 08254-8570, Fax: 08254-1646

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Beitragsdatum: 12. Oktober 2009