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Das Ferienhaus als Alterswohnsitz: Alternative: Rügen statt Rimini

Deutsche Urlaubsziele am begehrtesten bei Kauf einer Ferienimmobilie

 Blau wie das Meer, ein wunderschönes Ferienhaus in den Dünen an der Ostsee. Könnte das nicht ein hübscher Altersitz werden? © BHW

Blau wie das Meer, ein wunderschönes Ferienhaus in den Dünen an der Ostsee. Könnte das nicht ein hübscher Altersitz werden? © BHW

Wer hätte das gedacht? Zu einem unerwarteten und interessanten Ergebnis kam es bei der jüngsten Emnid-Umfrage im Auftrage der BHW Bausparkasse in Sachen Ferienimmobilie, ein Haus, das während der Ferienzeit so gut gefallen hat, dass man es eigentlich gerne kaufen möchte. Und dann noch in Deutschland. „Ein eigenes Ferienhaus wünschen sich die Bundesbürger am ehesten in Deutschland. Dabei gehören die Urlaubsgebiete in Nord- und Ostdeutschland zu den begehrtesten Regionen“, verkündete die Pressestelle unter der Leitung von Rüdiger Grimmert in Bonn. Da hat man sich seit langen Jahren während der Ferienzeit so wohl gefühlt, eine Ferienimmobilie ist zugleich auch eine Sicherheit für das Alter. Das trifft ja ohnehin auf das Eigenheim zu, wenn es „im Alter“ abbezahlt ist. Zeiten der weltweiten Finanzkrise ist das thema so aktuell wie nie, zunal die Rezession nicht auf sich warten lässt und die Preise steigen und die Unsicherheit bei den Bürgern wächst.

Das Ergebnis in Zahlen und Fakten im Einzelnen: Fast jeder Vierte (23,1 Prozent) kann sich vorstellen, eine Ferienimmobilie an Nordsee, Ostsee oder an der Müritz zu erwerben. Das ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag der BHW Bausparkasse. Danach liegen die norddeutschen Feriengebiete in der Gunst potenzieller Zweitwohnungskäufer weit vor anderen deutschen Regionen (11 Prozent). Nur knapp ein Fünftel (18,4 Prozent) aller Befragten liebäugelt mit einem Feriendomizil im Ausland. Beliebtestes Ferienziel an der Ostsee ist Rügen. 31 Prozent würden gern auf der deutschen „Sonneninsel“ Eigentum erwerben. Unter den Nordseeliebhabern sind mit 32 Prozent die nordfriesischen Inseln wie Föhr und Amrum die begehrtesten Ziele für Zweitwohnsitze. Kein Wunder, wenn man an die letzten Sommer oder die vergangenen sonnigen Wochen gerade im Norden Deutschlands denkt, wo warme Sommertage mit kühlendem Seewind wochenlange Urlaubsgefühle weckten. Mal wieder.

Geschafft! Der Bau am neuen Swimmingpool ist beendet, der Wert der Ferienimmobilie ist gestiegen und für Erfrischung an heißen Sommertagen ist gesorgt. © Voigtländer
Geschafft! Der Bau am neuen Swimmingpool ist beendet, der Wert der Ferienimmobilie ist gestiegen und für Erfrischung an heißen Sommertagen ist gesorgt. © Voigtländer
 

Der Trend lautet also: Rügen statt Rimini, wahrlich ein stimmiger Werbeslogan. Und beim Betrachten aller Vor- und Nachteile überrascht die Beliebtheit einheimischer Urlaubslandschaften kaum noch. Der größte Vorzug sind die räumliche Nähe und schnelle Erreichbarkeit. Das ist vor allem für Familien mit Kindern ein wichtiges Kriterium. „Am Wochenende ins Auto steigen und nach wenigen Stunden das eigene Häuschen oder die Wohnung in Strandnähe erreichen“, beschreibt Rüdiger Grimmert, Immobilienexperte von BHW Immobilien, den norddeutschen Standsortvorteil. Darüber hinaus entfallen kostspielige Anreisen per Flugzeug. Und die ältere Generation kann einfach in den Zug steigen, um das „Ferienhaus“ zu erreichen, ohne den Ferienstau auf den meist überfüllten Autobahnen in Deutschland „genießen zu müssen“.

Und noch einen weiteren Grund führt Grimmert an: „In den Mittelmeerländern sind in den letzten Jahren die Preise davongelaufen, während bei uns Stabilität herrscht.“ Was noch als wesentlicher Faktor hinzukommt: Die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung sprechen für die deutschen Feriengegenden. Die Ostseeinseln Rügen und Usedom gehörten mit rund 1 700 Sonnenstunden schon immer zu den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands und für die nächsten Jahrzehnte werden noch stabilere und wärmere Sommer vorhergesagt.

Und dann werden Gedanken wach, ob aus der Urlaubsimmobilie nicht ein attraktiver Alterswohnsitz werden könnte. Dort leben, wo andere Urlaub machen - über die Hälfte der 40- bis 49-Jährigen (52 Prozent) können sich vorstellen, den Lebensabend in ihrer Ferienimmobilie zu verbringen. Bis es so weit ist, lockt eine attraktive Kombination: gelegentlicher Urlaub in der eigenen Immobilie und gleichzeitig einen Teil der Erwerbs- und Unterhaltskosten wieder hereinholen. Etwa ein Viertel der Befragten (23 Prozent) möchte ihr Ferienhaus oder ihre Ferienwohnung neben der Selbstnutzung auch vermieten, für 11,5 Prozent steht die reine Kapitalanlage sogar im Vordergrund. Auch dies ist eine wichtige Überlegung in Zeiten der weltweiten Finanzkrise. Sicherheit in jeder Beziehung ist gefragter denn je.

Ein Holzhaus wie in Schweden, gemütlich und nicht zu groß. Ferienimmobilie für den Ruhestand und die Kinder mit den Enkeln?© BDF Holzhaus Baufritz Edition
Ein Holzhaus wie in Schweden, gemütlich und nicht zu groß. Ferienimmobilie für den Ruhestand und die Kinder mit den Enkeln?© BDF Holzhaus Baufritz Edition

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Beitragsdatum: 15. Oktober 2009