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"Was soll ich verschenken?" oder "die Kunst des Schenkens"

Gut gemeint und voll daneben? –  Auch Weihnachtsgeschenke wollen gekonnt sein!


Neben der alljährlichen Frage vor vielen Festtagen und feierlichen oder auch saloppen Anlässen: „Was soll ich anziehen?“ gesellt sich mit größten Vergnügen die immer wiederkehrende Frage: „Was soll ich schenken?“

Die Kunst des richtigen Schenkens ist schon eine ganz besonders große Fähigkeit und längst nicht jedem in die Wiege gelegt. Glücklicherweise gibt es aber auch hier, wie bei der Kleider Ordnung – und da nennt man das Dresscode – für die Auswahl des passenden Geschenks ein paar Richtlinien, die, wenn sie eingehalten werden, die Antwort der Frage etwas erleichtern.

Nun, je besser man den Menschen kennt, der beschenkt werden soll, desto leichter ist es, das richtige Geschenk zu finden. Je besser man weiß, wie viele Menschen zu welchen Anlässen etwas geschenkt bekommen sollen – aus was für Gründen auch immer – um so besser auch dies. Man kann dann nämlich in der Relation zum festgelegten Budget (dafür vorgesehenen Betrag) und dem eigenen guten Geschmack nebst liebevollem Bedürfnis des „Guttuns“, auch eine erleichternde Grenze setzen.

Eine Tücke im System aber ist die Verwechslung der Vorlieben und Wünsche des zu Beschenkenden mit den eigenen! Gefällt es demjenigen wirklich, liebt er überhaupt dieses oder jene Farbe oder Form oder Material und hat er davon wirklich noch nichts? Wo man doch selber so drauf steht……müssen sich doch die Tante, der Onkel, die Kinder oder der Nachbar drüber freuen – oder etwa nicht??

Dass da eine Allergie besteht oder einer gar keine Bücher liebt oder zur Zeit kein Süßes isst, weil er abnehmen will oder längst die Kleidergröße sich verändert hat…..es gibt unendlich viele Fauxpasmöglichkeiten!

Adventsstern

Fragt man also am besten in der näheren Umgebung die Menschen, die mit den anderen öfter zusammen sind, schaut übers Jahr mal unverbindlich über die Schulter oder gibt besser gleich einen Gutschein, denn Geld im Umschlag ist ja nun meistens das gröbste Zeichen eigener Phantasielosigkeit – wohl wissend, dass nicht nur so mancher Teenager ganz gerne auch einmal ein paar Euros sinnlos oder heimlich auf den Kopf haut.

Wir lernen also Dreierlei:
1.    richtig hinschauen und hinhören – und zwar nicht erst am 3. Adventssonntag
2.    die richtigen Fragen stellen – sich selber prüfen, ob nicht der eigene Herzenswunsch dem zu Beschenkenden notfalls total fremd ist – grummel!!
3.    Angemessenheit beachten! Zu Weihnachten keinen Halloweentant, zum Geburtstag keine Kommunionskerze und zu Weihnachten kein Karnevalszeug – es sei denn, es wurde, aber auch wirklich nur notfalls, ausdrücklich gewünscht.
Und so gilt denn das Gleiche auch für die Größe und Höhe des Geschenks und des Preises. Aber da ist die Einsicht wohl eher vorhanden. Dem Nachbarskind ein Motorboot schenken oder silberne Löffel der Ehefrau des besten Freundes, na darauf kommt wohl so schnell keiner. Am besten also lässt man einen Wunschzettel schreiben und da stehen dann mehrere Sachen drauf, damit die neugierige Vorfreude und der Überraschungseffekt auch groß genug ist.

Weihnachten, das christliche Fest des Glaubens an die Geburt Gottes Sohn, kann auch ohne große Geschenke ein schönes Fest werden, wenn liebevoller Umgang miteinander im Vordergrund steht.

 

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