
Elfter Marathon des VW Fun Cups beim längsten Rennen der Welt in Spa-Francorchamps
Alljährlich sind die 25 Stunden VW Fun Cup in Spa-Francorchamps ein
Wettbewerb der Rekorde:
Mehr als 800 Fahrer von 150 Teams treten hier beim längsten Rennen der Welt auf der schönsten Rennstrecke der Welt an.
Wehe wenn sie losgelassen: Die Meute der 150 VW Fun Cups geht auf die 25-Stunden-Rennhatz.
Aber vor allem ist, wie der Name es ja schon sagt, der Spaßfaktor angesagt, wenn sich eine unendlich lange Schlange an bunten Renn-Käfern in Bewegung setzt, um möglichst einen Tag und eine Stunde später das Ziel zu sehen. Dennoch ist viel Ehrgeiz dabei. Wie wäre es anders zu erklären, dass trotz eines »Sheriff«-Autos im Feld häufig Tempo 60 oder Gelbphasen hinter dem Safety Car verordnet wurden, wenn es wieder mal ekracht hatte.
Bestplatzierte Mannschaft in der deutschen Fun Cup-Wertung bei den 25 Stunden in Spa-Francorchamps waren die Black Panthers

Blackpanthers wurden gesponsort von Heider, AVA und hochzeit-premium.de
Britische Premiere
Nun, die überwiegende Zahl der Teilnehmer aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien sind pure Amateure. Denn wer kennt schon die Sieger der 11. Auflage namens Paul Rose, Steve Harris, Franck Pelle und Gilles Debrus: zwei Engländer, ein Franzose und ein Belgier. Dem Team JPR-Frenchstone
von jenseits des Ärmelkanals, das nach zwischenzeitlich spannendem Kampf die amtierenden belgischen Fun-Cup- Champions von Astur Car (Pierre Piron, Alain Delrez, Jean-François Olivier mit Profi- Gastpilot Vincent Vosse) mit einer Runde Vorsprung auf Platz zwei verweisen konnte, erklang zu Ehren »God safe the
Queen«, derweil sich die Prominentenmannschaft von VW Total mit Bertrand Baguette (Belgiens Vertreter in der Formel Renault 3,5-Serie), Ruben Maes, Benoît Galand und Grégory Servais, die durch zwei Auspuffbrüche wertvolle Zeit verlor, mit Platz drei (3 Runden zurück) begnügen musste.
Und auch ansonsten waren einige routinierte Rennstars wie etwa Soheil Ayari oder Eric Hélary, um nur diese zwei zu nennen, dabei, um sich in das Getümmel auf dem sieben Kilometer langen Kurs zu stürzen.
Sie alle sahen mitunter recht abgekämpft aus, als die schwarz-weiß-karierte Flagge geschwenkt wurde, genau wie die Ausrichter, Mechaniker und Helfer, denen nur wenig Schlaf vergönnt worden war.
Teameigner Oliver Heider (D) und seinen ostbelgischen
Kumpels Wolfgang Haugg, Philipp Toussaint (1.,2.v.l.), Norbert Gazon und Martin Scheiff (2.,1.v.r.), hier mit Kind und Kegel sowie selbstverständlich Champagner und Siegerpokalen bei der Schlusszeremonie

Black Panthers D-B
Aber wenn man auf dem Siegerpodium steht, dann sind die Strapazen schnell vergessen.
Und so freuten sich insbesondere die Black Panthers riesig über ihren ersten Platz in der deutschen Wertung - 9. insgesamt -, als der St.Vither Patrick Gassmann, der »Importeur« des Fun Cups in unserem Nachbarland - mit Armin Holz (D) - die Zeremonie vornahm:
Als da wären ein Deutscher (Oliver Heider) und vier ostbelgische Partner aus dem Norden und Süden unserer Gegend (Martin Scheiff, Wolfgang Haugg, Philipp Toussaint und Norbert Gazon). Rang vier im Training hatte aufhorchen lassen, doch Startfahrer Martin Scheiff »musste die direkten Konkurrenten schon bald ziehen lassen, weil die halt schneller waren«, dies auch spätestens, als eine ölverschmierte Scheibe die Sicht
versperrte. Ansonsten lief alles wie am Schnürchen, so dass das Endergebnis die sympathische Truppe sehr zufrieden stellte.
Text und Fotos: Herbert Simon
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