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Schweinegrippe-Impfung für Kleinkinder

Obwohl die Diskussion in Deutschland über die Verträglichkeit der Impfung und ihren eventuellen Spätfolgen im vollen Gange ist, oder gerade deswegen empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte die Impfung gegen die Schweinegrippe jetzt auch für Kinder unter drei Jahren. Ein Grund für diese Empfehlung ist die doch rasant ansteigende Zahl von neuen Fällen des H1N1 Virus, vor allem unter Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen in Deutschland. Ab dem vollendeten 6. Monat ist die Impfung möglich und auch hier wird sie besonders für chronisch kranke Kinder nahe gelegt, die zum Beispiel unter Asthma oder einem Herzfehler leiden.

Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des BKJV in Deutschland sagte dazu heute: Zitat: „Uns liegen inzwischen zuverlässige Studiendaten aus anderen europäischen Ländern und zum Teil auch aus Deutschland vor. Diese Daten zeigen, dass auch sehr junge Kinder die Impfung ohne schwerwiegende Probleme vertragen und durch den Impfstoff vor der neuen Grippe geschützt sind. Deshalb empfehlen wir nun in Absprache mit der STIKO die Impfung auch für Kinder unter drei Jahren. Wir weisen aber darauf hin, dass wir für unsere Patienten schnellstmöglich den verbesserten Impfstoff ohne das Adjuvantien und Thiomersal fordern.“

Daten, über die Risiken und Nebenwirkungen, lassen sich in Deutschland, aufgrund des noch relativ kurzen Impfzeitraums, nicht erheben. Erfahrungen aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Schweden zeigen allerdings, dass die Gefahr eines anaphylaktische Schocks sehr gering sei. Dort kamen auf 1,4 Millionen geimpfte Patienten gerade mal 37 allergische Reaktionen, darunter 15 schwere von denen sich aber alle Patienten erholt haben. Für alle anderen Patienten, die keine Allergie auf die Inhaltsstoffe aufwiesen, galt bisher als einzige Nebenwirkung kurzweilige Schmerzen an der Stelle der Injektion. Das Robert-Koch-Institut erhob alle Nebenwirkungen, die bei Kindern unter drei Jahren auftraten, und kam zu folgendem Resultat: Am häufigsten traten Schmerzen (48,5%), Schwellungen (11,9%), Rötungen (10,9%) und Verhärtungen (9,9%) auf, dicht gefolgt von Schläfrigkeit und Reizbarkeit (je 7,9%) und Appetitlosigkeit (6,9%). Fälle von Fieber oder Schüttelfrost traten mit einer Häufigkeit von 1-2% auf. Die Entscheidung liegt aber immer noch bei einem Selbst.

 

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