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Quelle-Ausverkauf - Server halten Ansturm nicht stand

Quelle
Foto: Quelle

Damit hat selbst der Quelle-Insolvenzverwalter nicht gerechnet, am Wochenende brachen die Hotlines zusammen und der Abverkauf der restlichen Quelle Waren gestaltete sich schleppend und kam vorübergehend sogar ganz ins Stocken.

Auch lief der Ausverkauf im Nürnberger Quelle Einkaufszentrum nur allmählich an wie man lesen konnte, denn dort waren bereits seit Tagen die Regale leer und neue Ware kam nicht so schnell nach, wie man sie hätte wieder los werden können. Wegen der hohen Preisnachlässe muss die Ware ja auch erste einmal ausgezeichnet werden und so hoffen die Kunden jetzt auf den nötigen Nachschub.
Auf den Quelle Internetseiten ist es für interessierte Käufer allerdings am einfachsten Ware bestellen und bis zum Sonntagabend waren fast 62.000 Bestellungen bearbeitet worden - bis zum Montagmorgen gingen dann noch einmal fast 19.000 Bestellungen ein.

18 Millionen Artikel stehen zum Räumungsverkauf bereit und werden sowohl im Internet als auch in den Shops angeboten. Das ist eine Menge, die man sich eigentlich räumlich gar nicht vorstellen kann. Die Hälfte davon Modeartikel, welche mit 30 Prozent Nachlass verkauft werden, Technik, die mit 10 Prozent Nachlass angeboten wird. Umtausch sei aber trotzdem noch möglich, Ratenzahlungen allerdings nicht mehr. Ware, die auf Rechnung geliefert wird, muss innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden und Verbraucherschützer empfehlen, sich auf keinen Fall auf Vorkasse einzulassen. Ob sich der Wunsch erfüllt, bis Weihnachten alle Ware verkauft zu haben, weiß natürlich niemand.

Quelle, 1927 gegründet, war einmal das größte deutsche Versandhaus und das zweitgrößte in Europa. Nach seiner Fusion mit Karstadt im Jahr 1999, musste man leider feststellen, dass es mit Quelle nur noch bergab ging. Das Auslandsgeschäft von Quelle wird wohl in einem gesonderten Verfahren verkauft, denn dort sollen die Geschäft immer noch recht stabil laufen.

In Deutschland haben nun die zuletzt verbliebenen 6.000 Mitarbeiter auch ihren Arbeitsplatz verloren und hunderte Zulieferer - in Nürnberg und Umgebung angesiedelte Betriebe - die eng mit dem Quelle-Konzern und seiner Logistik verbunden waren, verlieren nicht nur meistens sogar ihren größten Kunden, sondern bleiben auch noch auf offenen Forderungen sitzen, kann an vermuten! Auch von ihnen stehen jetzt viele ebenso vor dem Aus.

Eine fehlgeschlagene Rettungsaktion, die seines gleichen sucht und noch viel Kummer bereiten wird, denn es ist weit und breit keine Ausgleich für die vielen Arbeitssuchenden in Sicht. Kann man nur hoffen, dass dies keine Schule macht.

 

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