Am meisten war er wohl selbst überrascht über seinen Oscar als bester Nebendarsteller
Eigentlich hätte es keine solch große Überraschung sein müssen, auch nicht für ihn selbst, als der österreichische Schauspieler Christoph Walz in Los Angeles den Oscar für den besten Nebendarsteller erhielt. In „Inglourious Basterds“ spielte er unter der Regie von Quentin Tarantino eigentlich „seine“ Jahrhundertrolle als den zynischen Judenjäger und „typischen“ SS-Mann, den Standartenführer Hans Lada.
Wer wie deutschland-deluxe bereits hinter die Kulissen schauen konnte, dem war eigentlich schon sofort klar, dass dieser Schauspieler Waltz hier seine Paraderolle feierte, wenngleich er als bester Nebendarsteller bereits ein Dutzend Auszeichnung in 2009 und 2010 auch in Cannes und Großbrittanien erhalten hatte. Und nun gar den Oscar!
Und noch mehr: Aus einer traditionsreichen Schauspielerfamilie stammend -seine Urgroßeltern spielten bereits am Theater- liegt ihm dieser Beruf als Berufung im Blut. So überzeugte er schon in sehr vielen Fernseh- und Filmrollen, er erhielt schon viele Preise, doch der Oscar war für ihn der Gipfel, zumal er auch noch gleich zu Beginn der Preisverleihung aufgerufen wurde. Hollywoods Filmakademie krönte ihn mit diesem Preis, was ihn selbst schockierte, als sein Name, für ihn selbst unerwartet, fiel.
Am 4. Oktober 1956 in Wien geboren, sind für ihn „die Bretter, die die Welt bedeuten“, auch in Filmen und beim Fernsehproduktionen „seine ihm eigene Welt“, in der er, wie auch in der SS-Mann-Rolle glaubwürdig und voll und ganz aufgeht. Denn dieser Hans Lada ist ein eleganter, höflicher, polyglotter Mensch, wenngleich auch zynisch, eine Persönlichkeit, die sich der Schauspieler Christoph Waltz grandios „überzieht“ und die Zuschauer sprachlos werden lässt, eine phantastische Identifizierung, die bis ins Detail bis hin zum Augenausdruck bestens gelingt. Die Zusammenarbeit mit Tarantino hat sicherlich seine Persönlichkeit in diesem Film entscheidend mitgeprägt, wobei er völlig aus sich herausgeht und darum auch für die Jury wichtig war als „die“ beste Nebenrolle, die nun eigentlich zum Hauptaugenmerk dieses Filmbeitrages wird. Eben durch Christoph Waltz.
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