Am Sonntag startet die Formel 1 mit dem Großen Preis von Bahrein in eine neue Ära und mit Michael Schumacher, der Hoffnungsträger fast aller Formel 1 Fans, hofft auf sein Glück und vertraut seinen Fähigkeiten – so, wie ihn die Fans lieben.

Michael Schumacher in jungen Jahren am Anfang seiner Karriere
zur Vorstellung im Bundesministerium für Verkehr
Daher ist denn auch die Erwartung der Formel-1-Begeisterten an ein erfolgreiches Sportereignis mit ganz vielen Nebenschauplätzen riesengroß und, dass wissen vor allen Dingen die Veranstalter sehr genau - allen voran Bernie Ecclestone, der Vermarkter der Formel 1. Die Gefahr einer platzenden Blase, wie wir es erst kürzlich an der Börse erlebt haben, wenn also die Erwartungen nicht befriedigt werden können, lässt sich natürlich nicht von der Hand weisen, doch es kann ja auch gut gehen im 60. Jahr der Formel 1. In Bahrein werden alle noch lebenden Weltmeister der Formel 1 in einem Autokorso von den Gäste vor Ort und TV Zuschauer in der ganzen Welt zu bewundern sein.
Doch auch die neuen Regeln machen viel Wirbel und Aufregung, denn so manche Spielart ist jetzt nicht mehr erlaubt. Das Nachtanken wurde verboten, die Punktevergabe geändert, nur die schnellsten Runden werden bei der Vorentscheidung gewertet, das Spritvolumen wurde von 120 auf bis zu 230 Liter ermöglicht, wodurch sich denn auch zwangsläufig die Karossen ändern , denn nun wiegen die länger gewordenen Autos bis zu 780 kg.
Dazu kommt noch, dass die Qualifikation für die Startplätze am Tag zuvor mit leeren Tanks gefahren werden muss. Köpfchen ist jetzt mehr denn je gefragt, ganzheitliches Denken der Fahrer und ihrer Teams, nicht nur Draufhalten und Gasgeben. Wird also spannender als zuvor, birgt aber auch so manches Risiko, wie alles im Leben, was neu ist und relativ plötzlich anders gemacht wird als bisher.
4 neue Rennställe sind gemeldet. Aber bis diese feststanden, gab es mächtig viel Wirbel durch Rücktritt, Sperrung und ungetestete Wagen. Die teils fast hasardeurartig zusammen gestellten Teams und Autos muntern das bunte Bild auf und bringen verdammt viel Spannung in ein Spiel, in dem weder die PS-Zahl, noch der Spritverbrauch und auch nicht die Kosten für die schnellen Runden eine wirklichernste Rolle spielen.
Daher ist es auch als besonders mutig anzusehen, dass Michael Schumacher noch einmal „in den Ring steigt“. Es gibt kaum mehr andere Varianten des Spiels, als tot oder lebendig über die Ziellinie zu sausen. Wir halten ihm daher alle Daumen und senden alle nur erdenklich guten Wünsche. Man trifft sich am Bildschirm oder in der Wüste zu einem spannenden Happening, in dem es allerdings auch noch um sehr viel Geld und Ansehen geht und wir erinnern uns nur zu gut, dass die Dinosauriers 150 Millionen Jahre auf dieser Erde lebten, bevor nur ihre Knochenreste und Fußspuren übrig blieben. Und somit hat die Formel 1 noch allerhand Jahre vor sich (hoffentlich) bis man nur noch dank der Reifenspuren und ein paar sandverwehter Rennstrecken an sie erinnert wird.
Text und Foto(s): Ulrike Luecke Bongartz
Beitragsdatum: 12. März 2010



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