Düren feiert großartige Wiedereröffnung des Leopold-Hoesch-Museums und des Papiermuseums unter einem Dach - duales Museumskonzept mit nachhaltiger Wirkung

Der Bürgermeister der Stadt Düren, Paul Larue, begrüßt die Gäste
anlässlich der Wiedereröffnung des Leopold-Hoesch-Museums
Nach über dreijährigen Umbauzeit wurde das Leopold-Hoesch-Museum und sein - als Peill-Forum bezeichneter - Anbau in Düren am 27. Juni 2010 wieder eröffnet. Düren feierte eine grandiose Vernissage mit vielen Künstlern und Gästen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern - in Anwesenheit des Bürgermeisters der Stadt Düren, Paul Larue, des Staatssekretärs für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (seine Rede als PDF), des (ehem.) Innenministers NRW, Dr. Ingo Wolf, des Vorstandsmitglieds der Peill-Stiftung, Dr. Eberhard Peill und der Museumsdirektorin, Dr. Renate Goldmann.
Das Leopold-Hoesch-Museum, 1905 vom Aachener Architekten Georg Frentzen errichtet, wurde leider 1944 im 2. Weltkrieg bis auf Teile des Eingangsbereich in Schutt und Asche gebombt. Die wenigen unzerstörten Teilen bildeten nach dem Krieg die Basis für die Rekonstruktion und der reduzierte Wiederaufbau des Gebäudes wurde 1952 abgeschlossen.

Innenblick auf den wunderschönen, neugestalteten Eingangsbereich
So hatte Düren endlich wieder einen Platz, an dem die Sammlung des traditionsreichen Leopold-Hoesch Museums gezeigt werden konnte. Die Gemäldesammlung des deutschen Expressionismus wurde Stück für Stück in der Nachkriegszeit durch Neuerwerbungen, Stiftungen und Schenkungen als eine beachtliche Sammlung der klassischen Moderne aufgebaut.
Doch auch das benachbarte Papiermuseum, das alle zwei Jahre Schauplatz der Internationalen Papierkunst-Biennale „Paper-Art ist, hat mittlerweile seinen Platz im Anbau des wieder eröffneten Leopold-Hoesch-Museum gefunden und so verbindet das duale Museumskonzept die ‚Kulturgeschichte des Papiers’ mit den interdisziplinären Ausstellungen der Gegenwartskunst. Schöner hätte es sich der Dürener Industrielle Leopold Hoesch – Gründer der Dortmunder „Westfalenhütte“, nach dem das Museum benannt wurde – das alles gar nicht erträumen können.

Aussenansicht Sandsteinfassade des Altbaus
Nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen kann man nun den schlichten, aus hellen Backsteinziegeln bestehenden Kubus bewundern, um den das Museum erweitert wurde und der sich unglaublich elegant und feinfühlig an die Sandsteinfassade des Altbaus anschmiegt. In der näheren Umgebung der alten Stadtmauer und der legendären St. Anna Kirche liegend, lädt das neu eröffnete Leopold-Hoesch-Museum noch bis zum 15. August sehr herzlich ein, die sechs gleichzeitig zu bewundernden Ausstellungen zu besuchen, die unter dem schlichten, aber auch unverwechselbaren Titel „Treffpunkt Düren“ gezeigt werden.

Der schlichte, aus hellen Backsteinziegeln bestehende, Kubus schmiegt sich unglaublich
elegant und feinfühlig an die Sandsteinfassade des Altbaus an.
Informieren Sie sich auch im im Bürgerblog-Blankenheim über die Neueröffnung.
Text und Fotos(1-3) - Copyright Ulrike Luecke-Bongartz, Bild 4 - Copyright Leopold-Hoesch-Museum
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