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Kreditvergabe und Zahlungsmoral im Ausland

Bundesregierung will deutschen Mittelstand schützen

Die Bundesregierung hat vor dem Hintergrund der Finanzkrise untersuchen lassen, wie sich die Bedingungen zur Finanzierung von Geschäften im Ausland entwickelt haben. Mit der Untersuchung war das in Berlin (Hauptsitz) ansässige Unternehmen „Germany Trade & Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH“ beauftragt worden.

Germany Trade & Invest ist die neue Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Sie war am 1. Januar 2009 durch den Zusammenschluss der „Bundesagentur für Außenwirtschaft“ mit der „Invest in Germany GmbH“ entstanden. Zentrale Aufgabe des neuen Unternehmens ist es, den „Wirtschafts-, Investitions- und Technologiestandort Deutschland“ zu fördern. Dazu gehört auch die Anwerbung von Investoren. Ausländische Unternehmen, die beabsichtigen, ihr wirtschaftliches Engagement auf den deutschen Markt auszuweiten, werden ebenso beraten, informiert und unterstützt, wie deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen wollen. Wie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zu erfahren war, hat jetzt Germany Trade & Invest die Ergebnisse seiner Untersuchung in einem Internet-Special namens „Kreditvergabe und Zahlungsverhalten weltweit“ veröffentlicht. Die gewonnenen Daten sollen in Zukunft ständig auf den neuesten Stand gebracht werden.

Finanzkrise verursacht mehr Zahlungsverzögerungen

Viele Teile der Welt sind weiterhin von Kreditknappheit und Kreditausfallrisiken geprägt, so das zentrale Ergebnis der Untersuchung. Das belaste den Zahlungsverkehr des stark ausfuhrorientierten deutschen Mittelstandes mit den betroffenen Staaten. Nicht ganz so schwierig verhalte es sich mit den direkten europäischen Nachbarn, die zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands zählen. Bei diesen seien bestehende Forderungen noch gut durchsetzbar, wobei allerdings auch hier zunehmend Zahlungsverzögerungen und Forderungsabschreibungen festgestellt werden können.

Übersicht hilft Unternehmen

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, erklärte, Zahlungsverzögerungen bei Exportgeschäften seien derzeit an der Tagesordnung. Projekte werden aufgeschoben oder ganz storniert und die Zahl der Insolvenzen steige weltweit an. In diesem Umfeld sei die Arbeit von Germany Trade & Invest, der exportorientierten deutschen Wirtschaft einen Überblick über die weltweiten Finanzierungsbedingungen zu verschaffen, insbesondere für den Mittelstand sehr hilfreich. Zu Guttenberg wies darauf hin, in Kombination mit der gleichfalls angebotenen Übersicht zu den weltweit aufgelegten Konjunkturprogrammen werde exportorientierten Unternehmen eine zusätzliche Orientierung in der Planungsphase geboten. „Dabei werden nicht nur die bestehenden Risiken deutlich sichtbar, sondern auch die sich ergebenden Chancen."

 

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