Klinsmanns Rauswurf beim FC Bayern – Peterprinzip lässt grüßen?!
Scheint ja wohl so gewesen zu sein, dass nicht genug Bälle im Tor des Gegners gelandet sind oder aber auch zu viele beim FC Bayern – und das, so raunt es Land auf und Land ab, „walte Hugo!“
Jürgen Klinsmann, noch vor gar nicht allzu langer Zeit Hoffnungsträger und leuchtendes Vorbild in Sachen „Personalführung“, hat den Wechsel aus den USA ins robuste Bayern nach seinem überwältigenden WM Erfolg 2006 nicht gut verkraftet. Weiß der Kuckuck, was sich da alles so zwischen den Spielern und dem Trainer für negative Kriechströme aufgebaut haben. Man sagt ja, „Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil!“ ...aber ein grober Keil ist er nun wahrhaftig nicht!
Allerdings nützen auch die besten und modernsten Trainingsmethoden nichts, wenn der „Resonanzboden“ dafür kein Ohr hat, und die Bayern sind bekanntermaßen ein recht robustes Völkchen, um das einmal nett auszudrücken! Auf der Suche nach möglichen Ursachen des nachweislichen Misserfolgs kommen einem viele Gedanken in den Kopf. Vielleicht waren Klinsmann zu viele Vorschußlorbeeren vorausgeeilt? Vielleiht mochten ihn die Frauen zu sehr? War Eifersucht im Spiel? Von seinem Charme war auf der WM 2006 selbst Angela Merkel angetan.
Nun, über Details in Sachen Fußball wird jeder männliche Leser mehr wissen als ich, und die Sachlage seines Rauswurfs pfeifen die Spatzen von allen Dächern. Außerdem haben und werden auch weiterhin diversen Zeitungen, Internetportale und Hörfunksender jede Kleinigkeit im Detail berichtet und kommentieren.
So ist es denn für mich höchst interessant zu beobachten, dass ausgerechnet in einer wirtschaftlichen Situation höchster Unruhe und Verwerfung eine als Lichtgestalt geltende Person, wie Jürgen Klinsmann versagt. Schade eigentlich, ich hätte es den Bayern gewünscht, sich von einem Typ wie Klinsmann in den Erfolg führen zu lassen.
Vielleicht aber müssen wir uns sowieso ganz verabschieden von Führungspersönlichkeiten unterschiedlichster Prägung, denn ob es zum Beispiel Horst Seehofer gelingen wird, seine Bayern nachhaltig in den Erfolg zu führen – und er ist wahrhaftig kein Klinsmanntyp – steht ja auch noch nicht fest. Selbst Obama muss sich erst noch bewähren.
Jupp Heynkes jedenfalls, bei dem vom Alter her am ehesten die Vermutung nahe liegt, verschiedene Führungsmethoden zu kennen und auch beherrschen, hat nur kurze Zeit die Möglichkeit, sich zu beweisen. Spannend bleibt daher auf jeden Fall die Frage, „Wie viel Führung braucht das Land?“ und anhand vom Beispiel Jürgen Klinsmanns und dem seiner Nachfolger wird man vielleicht die Antwort auf diese Frage erkennen können!
Auf jeden Fall aber muss auch in einem horizontal geführten Team die Chemie passen, wie man so schön sagt, und wenn dann auch noch die Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche stimmt, die die jeweilige Gruppe braucht, um optimal zu funktionieren, kann vielleicht zukünftig unter den neuen Bedingungen einer globalen und immer „schneller werdenden Welt“ etwas Neues aus uns glücklichen, aber verwöhnten Deutschen Nachkriegskindern werden. Geht auch das Gerücht um, dass man an Schwierigkeiten reife..... und Altes kaputt geht, weil Neues ins Leben will.......
Nachdenklich macht einen auf jeden Fall so manche Entwicklung! Patentrezepte, - das wissen wir nur zu genüge von unserem Liebling Paul Watzlawick - gibt es zwar in den Köpfen der Leute, im wirklichen Leben aber spielt viel mehr Komplexität mit all ihren Unvorhersehbarkeiten und unberechenbarer Rückkopplungseffekte die erste Geige.
Auch Jürgen Klinsmann wird hoffentlich ein bisschen an der Situation reifen und in anderer Umgebung auch wieder erfolgreich sein (denn nichts ist so beständig wie der Wechsel)! Und wir aus der Redaktion von Deutschland-deluxe, drücken alle Daumen und wünschen ihm, seiner Familie, aber auch seinen Nachfolgern beim FC Bayern, alles nur erdenklich Gute!
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vielen dank für Ihren m.E. sehr guten kommentar!
als zig-jähriger bayern-fan bin ich sehr verstört über die entscheidung der "vereinsspitze" und wünsche dem visionär jürgen klinsmann alles gute - und der fcb-spitze, was ihr gebührt...
mfg,
henner wermke
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