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Im Museum für angewandte Kunst in Köln – Bundesweit einzigartige Ausstellung

Der Glanz des Rokoko aus der Sammlung von Dr. Reinhard Jansen

Im Museum für angewandte Kunst in Köln – Bundesweit einzigartige Ausstellung

Die Geigenspielerin „Glanz des Rokoko“, Ludwigsburger Porzellan aus der Sammlung Dr. Reinhard Jansen; Foto: Kölner Museen
Ein wahrhaft schöner Augenschmaus präsentiert sich den kunstinteressierten Kölnern und den Besuchern der Stadt im Museum für Angewandte Kunst im Kölner Stadtzentrum: Glanz des Rokoko“. Ludwigsburger Porzellan aus der Sammlung von Dr. Reinhard Jansen wird dort gezeigt. Die letzte der großen deutschen Porzellanmanufakturen des 18. Jahrhunderts hat Herzog Carl Eugen von Württemberg per Dekret am 5. April 1758 in Ludwigsburg als „Herzoglich ächte Porcellain Fabrique“ für die fürstliche Hofhaltung gegründet. Anlässlich des 250-jährigen Gründungsjubiläums präsentiert das Museum für Angewandte Kunst Köln  zum bis 29. Juni 2008 die bundesweit einzige Ausstellung, die sich ausschließlich den Werken der Ludwigsburger Manufaktur widmet. Alle Exponate stammen aus der Sammlung Dr. Reinhard Jansen, informierte das Presseamt der Stadt Köln.

Die künstlerische Produktion in Ludwigsburg lenkte zunächst maßgeblich Gottlieb Friedrich Riedel. Als Maler von Landschaften und Figurenszenen sowie von Putten, Vögeln und Blumen stellte er seine herausragenden Fähigkeiten unter Beweis. Darüber hinaus sind in der Ausstellung zahlreiche exquisite Porzellane aus der Hand von weiteren bedeutenden Künstlern der Manufaktur vertreten: Grazile Figuren, Gottheiten und Allegorien der Jahreszeiten, aber auch Komödianten und Bauern von Johann Wilhelm Götz, Tänzer von Joseph Nees, Vögel und Tiergruppen von Jean Jacques Louis oder auch Figuren von Johann Christoph Haselmeyer.

Außerdem zeigt die Schau neben den Jäger-, Schäfer- und Fischerpaaren von Johann Christian Wilhelm Beyer auch den Höhepunkt seines Schaffens in Ludwigsburg, die Folge der „Musik-Soli“. Den Schwerpunkt der Sammlung und der Ausstellung bilden die außergewöhnlichen Miniaturen der so genannten „Venezianischen Messe“, die das rege Treiben auf dem Ludwigsburger Jahrmarkt nach der Mitte des 18. Jahrhunderts widerspiegeln. Mehr als ein Drittel der rund 150 wertvollen Exponate aus der Blütezeit der Ludwigsburger Manufaktur wurden bislang noch nie ausgestellt, viele Porzellane sind als einzige bisher bekannte Exemplare nur in dieser Sammlung belegt. Neben Beispielen des prunkvoll mit Rocaille-Ornamenten, Schuppenmuster, Genre- oder Blumenmalerei verzierten und delikat bemalten Tafelgeschirrs zeigt die Ausstellung vor allem Figuren. Gerade die herausragende Plastik der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur spiegelt den Luxus der herzoglichen Tafelzier und Innendekoration wider. Sie führt dem Besucher der Ausstellung die vielfältige Kultur und Geisteswelt des Rokoko eindrucksvoll vor Augen.

Zur Ausstellung erscheint ein umfassender, reich bebildeter Katalog bei Arnoldsche Art Publishers. Die Museumsausgabe ist für 34,80 Euro erhältlich, die Buchhandelsausgabe mit Hardcover und Schutzumschlag für 49,80 Euro/ 89 SFr).

 

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