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IFA im 3D-Rausch

Notebook und Handy wachsen zusammen

Regelmäßig  versetzt die Internationale Funkausstellung in Berlin den gemeinen Nutzer elektronischer und digitaler Gerätschaften in Erstaunen. Dennoch konnte er sich auch dieses Jahr des Eindrucks nicht erwehren, das eine oder andere bereits gesehen zu haben. So waren beispielsweise bewegte 3D-Bilder eines der herausragenden Themen auf der IFA. Diesmal jedoch soll der 3D-Fernsehapparat dieses Vergnügen innerhalb der eigenen vier Wände möglich machen. Hersteller wie Sony und Panasonic setzen auf eigens dafür konstruierte Brillen – sogenannte Shutterbrillen. Im Gegensatz zu Sony jedoch befasst sich Panasonic mit Plasma- statt LCD-Technik.

3D-Geräte sollen allerdings erst im kommenden Jahr Marktreife erlangen. Bis dahin will Philips seinen Kunden die Shutterbrille erspart haben und zeigte in Berlin einen Prototyp mit Polfilter-Technik, mit der derzeit jedoch nicht die volle Auflösung des Displays betrachtet werden kann. Dennoch sind die Philips-Techniker davon überzeugt, dass sich 3D im Wohnzimmer ohne Shutterbrille durchsetzen wird.

Dann stellt sich natürlich die Frage, wie 3D-Bilder in den Fernsehapparat reinkommen - und da soll der sogenannte BDA-Standard greifen. BDA bedeutet Blue-Ray-Disk-Association und ist eine Vereinigung derjenigen Unternehmen, die das optische Speichermedium Blue-Ray-Disk entwickelt haben. Dazu gehören Apple, Dell, Hitachi, HP, JVC, LG, Mitsubishi, Panasonic, Pioneer, Phillips, Samsung, Sharp, Sony, TDK und Thomson. Der BDA-Standard soll so formuliert werden, dass zukünftig jeweils für das linke und für das rechte Auge Full-HD-Bilder gesendet werden. Das hat zur Folge, dass ein Film nicht mehr aus 24, sondern aus 48 Bildern je Sekunde zusammengesetzt ist. Das bedeutet weiterhin, dass ein neuer HDMI-Standard geschaffen werden muss, der diese Technik unterstützt.

Netbooks und Smartphones nahe beieinander


Nokia

Foto: Nokia Pressestelle

Die IFA 2009 machte einen weiteren Trend deutlich: Handy- und Computer-Hersteller treten sich zunehmend gegenseitig auf die Füße. Ursächlich dafür ist nicht so sehr die Erkenntnis, dass beides sich gegenseitig gut ergänzen oder gar ausschließen kann, sondern der Umstand, dass beide Märkte Absatzprobleme haben. Also versuchen sie, weiter zu differenzieren beziehungsweise zu diversifizieren. Alle Beteiligten wissen, dass sie nur mit wesentlichen neuen Features bei ihren Produkten „neue alte Kunden“ gewinnen können. Das Ergebnis: In dem Maße, in dem die Computerhersteller ihre Notebooks zu Netbooks schrumpfen lassen, vergrößern die Hersteller von Mobiltelefonen ihre Geräte zu Smartphones mit weitgehend vollständigen Tastaturen. Von Nokia-Seite aus wird das als eine „natürliche Weiterentwicklung“ bezeichnet.

 

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