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Hamburger Alster zugefroren - Noch keine offizielle Freigabe für's Eisvergnügen

Vergnügen auf der eisig gefrorenen Alster für die einen – Doch dann muss sich der Schwanenvater um seine gefiederten weißen Freunde kümmern


Endlich scheint  das Eis dick gefroren, und die Eisfreunde ziehen vergnüglich mit den Schlittschuhen auf der Alster ihre Bahnen, da und dort bunte dicke Wintermützen und lustig fliegende dick wärmende Schals. Dort, wo an warmen Sommertagen Segel- und Ruderboote über das glitzernde Wasser gleiten, hat sich die Welt verändert. Denn wieder einmal ist es soweit, wie im Winter 1997, als die Kälte den Eisfreunden den Gefallen tat und kalt genug war, die 52 Kilometer lange Alster mit einer Eisschicht zu beglücken. Die Alster ist zugefroren, und die Hamburger sind schon auf ihr unterwegs Allerdings noch auf eigene Gefahr, denn erst heute wird festgestellt, ob die Eisdecke 20 Zentimeter erreicht hat. Die sind notwendig, damit die Umweltbehörde das Alstereisvergnügen erlauben darf.

Alster zugefroren
Die eisigen Temperaturen in den letzten Tagen haben die Alster zufrieren lassen


Die Chancen stehen gut, dass zum Wochenende die Bürger offiziell mit Glühwein, Grog und Punsch auf dem größten Teich der Stadt flanieren können. Es wäre das erste Mal seit 13 Jahren. Damals waren an drei Tagen fast eine Million Menschen auf dem Eis.
Das Alstereisvergnügen verspricht Verkaufsstände für Glühwein, heiße Würstchen und heiße Mandeln, es verspricht ein völlig neues Wintervergnügen, das selten genug ist und das in Natur pur.

Was dem einen seine Freude, ist dem anderen sein Leid. Das kommt nicht von ungefähr. Denn die Vögel und allen voran die Schwäne, die im offenen Alsterwasser normalerweise die Hamburger und ihre Gäste erfreuen, finden das gar nicht witzig. Sie könnten verhungern. Das darf nicht passieren, und darum gibt es den Schwanenvater, der sich nun um die weiß gefiederten Schönheiten kümmert, sie füttert und betreut, solange das Eisvergnügen für die Menschen anhält –und der notwendige Frost, um das Eis dick genug zu halten, damit niemand einbricht.

Die Schwäne sind überhaupt eine Besonderheit für alle, seit Jahrhunderten: Im Mittelalter hieß es nämlich, dass die Schwäne notwendig seien für die Alster. Wenn es sie nicht mehr gäbe, dann wäre Hamburg keine Hansestadt mehr. Und das hätte einen wirtschaftlichen Niedergang bedeutet. Ob sich daran so mancher erinnert, an diese ferne Vergangenheit? Jedenfalls jetzt ist der Blick auf das Thermometer angesagt, das ist wichtig für die einen, um sich zu amüsieren, für die anderen, um die nötige Sicherheit zu erhalten, für den Schwanenvater, um seine lieben Schönheiten zu pflegen.



Beitragsdatum: 28. Januar 2010

:o)

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