Ein Bonner im politischen Olymp
Dr. Guido Westerwelle ist ein Bonner. Er fühlt sich auf alle Fälle wie ein solcher, wenngleich er in Bad Honnef geboren ist (1961). Guido hatte garantiert Englisch in der Schule, so dass der später promovierte Jurist mit Hillary Clinton während seiner ersten USA-Reise als deutscher Außenminister in deren Sprache parliert haben dürfte. Oder etwa nicht? Immerhin bei der EU in Brüssel: „My first day here!“ Er wird ihr auf jeden Fall gesagt haben: „It’s an Honour to be a Bonner“, ist er doch auch Bonner Bundestagsabgeordneter, der in diesem Jahr als Kandidat aus dem Bonner bürgerlichen Lager runde 20 Prozent heraus geholt und damit dem promovierten Philologen Dr. Stephan Eisel (CDU) den politischen Garaus gemacht hat.

Guido golft - hier mit dem früheren Bonner FDP-Bürgermeister
Ulli Hauschild auf Mallorca kurz vor dem gemeinsamen Spiel
Wie die Eltern, so der Sohn. Die Westerwelles arbeiteten als Rechtsanwälte, ließen sich irgendwann scheiden, so dass Guido und seine drei Brüder beim Vater aufwuchsen. Die Jungen Liberalen verdanken deren Existenz unter anderem ihrem Gründungsmitglied Guido Westerwelle, der dann erst einmal das harte Brot eines Bonner Anwalts verdienen musste. Seine Karriere in der Partei war trotz erster Niederlagen vorgezeichnet. Die Ochsentour: Kreisvorsitzender, General-Sekretär, Nachrücker in den Bundestag, Bundesvorsitzender, später dann Fraktionsvorsitzender und sogar FDP-Kanzler-Kandidat. Letzteres für viele Hybris - für die Parteifreunde Normalität.
Die Vize-Kanzler-Premiere scheiterte 2005 am unerwartet hohen Ergebnis der SPD. Dazwischen die Möllemann-Story, bei der er politisch Haare lassen musste. Dennoch 2009: Mit 14,6 Prozent der Stimmen ist die FDP zwar immer noch keine Volkspartei, aber Guido unangefochten im Olymp der Politik. Seine Sprüche waren dazu sicherlich wie das Salz in der Suppe: „Will diese Koalition Opel retten, oder soll Opel die Koalition retten?“ Dabei hatte er schon das Golfspiel angefangen. Ein bisschen mehr üben, und er golft mit Barack Obama im Garten des Weißen Hauses. Das hat schon immer geholfen – jedenfalls in Amerika.
Guido Westerwelle ist homosexuell, und er ist jetzt Außenminister. Dass er das werden konnte, finden wir gut - in anderen Ländern wäre das sicherlich unmöglich.
Ob er aber gegen die ausgebufften und beinharten Profis in der internationalen Politik bestehen kann oder ob er wie eine Sardine wirkt, die man in ein Haifischbecken wirft – in Deutschland-Deluxe.de werden Sie es erfahren…
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Zwar hat Herr Westerwelle Dr. Eisel den "politischen Garaus gemacht." Bedeuten tut das aber im Umkehrschluss, das die Bundestadt Bonn jetzt vom SPD Abgeordnetn Kelber direkt in Berlin vertreten wird. Herr Westerwelle hat nämlich mit seinem absurden Erststimmen Wahlkampf, den Wahlkampf von Herrn Kelber unterstützt. Ich wusste gar nicht das FDP und SPD so gute parteipolitische Freunde sind und sich gegenseitig Stimmen zu schstern. Herr Westerwelle hat eher der Bundesstadt den politische Garaus gemacht. Denn er reist durch die Welt und begrüßt seine Amtskollegen zwar auf Englisch aber seine Heimatstadt ist in der Opposition gefangen. Denn mit einem SPD Angebordneten, einer Grünen Abgeordneten und einem Linken MdB kann man heutzutage keinen Blumentopf mehr gewinnen. Herzlichen Glückwunsch Herr Westerwelle.
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