Eine Besonderheit wird vorgestellt: Ein Stuhlschlitten vom Ende des 19. Jahrhunderts
Von Dr. Robert Grötschel
Das Fichtelgebirgsmuseum genießt die winterlichen Freuden mit der Vorstellung eines Stuhlschlittens. Mit diesem fremd anmutenden Fortbewegungsmittel, konnte ein Schlittschuhläufer eine weitere Person über das Eis schieben.

Schon um die vorletzte Jahrhundertwende war das Schlittschuhlaufen sehr populär. Allerdings war es für Damen unschicklich selbst zu laufen. Deshalb ließen sie sich in einem Stuhlschlitten von einem galanten Schlittschuhläufer über die glatten spiegelnden Flächen der erstarrten Weiher schieben. Auch kleinere Kinder konnten so die Freuden eines winterlichen Tages genießen. Oft endeten die Schlittenkästen vorne in einem Vogelkopf und wurden deshalb auch „Storch“ genannt.
Der im Fichtelgebirgsmuseum ausgestellte Schlitten ist für ein Kind gedacht und stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts. Der hölzerne Schlittenkasten ahmt in Farbe und Form einen großen Pferdeschlitten nach. Er sitzt auf dünnen, geschmiedeten Eisenkufen. Für den Anschieber ist hinten ein Griff wie bei einem Kinderwagen angebracht.
Mehr Informationen über das Fichtelgebirgsmuseum
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