Welcher Geist die Deutsche Bank geritten hat, als sie sich mit 3,9 Milliarden US Dollar in Las Vegas an einem Luxus Casino beteiligt hat, kann man nicht mehr so genau feststellen. Aber das die schillernde Welt der Zocker und Spieler mit den Ankündigungen großer Gewinne, den nach außen immer ordentlich auftretenden Bankern aus Frankfurt, verlockend erschienen sein muss, ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Dummerweise aber hat sich die Gewinnerwartung bis heute nicht erfüllt, wie man in der britischen Financial Times lesen kann und nun versucht die Deutsche Bank, das unliebsame Spekulationsobjekt wieder los zu werden. Es scheint so, als sei die ganze Welt für die Banken und Banker zu einer Spielermetropole wie Las Vegas geworden und hat dazu geführt, dass mittlerweile weltweit die Menschen auf die Straße gehen und „Occupate the Wallstreet“ rufen.
Die Deutsche Bank aber, die dringend mehr als Kleingeld benötigt, um für die Finanzkrise in Europa gerüstet zu sein, hofft darauf, wenigstens einen Teil der Investition zurück zu erhalten, wenn der Luxusschuppen doch noch einen Käufer finden sollte. Erst im Jahr 2010 hatte sie das Casino mit dem Namen „Cosmopolitan“ in Las Vegas eröffnet. Nicht nur 83 Spieltische und 1.474 Spielautomaten verlocken Besuchern zu Geldausgaben in der Hoffnung auf Gewinne, sondern auch noch ein Hotel mit 3.000 Zimmern und Suiten (dreitausend) gehört zu dem Komplex. Glücksspiel in Reinkultur, Las Vegas vom Feinsten. Aber vielleicht hat ja die Wirtschaftskrise auch in Texas ihre Spuren hinterlassen und viele Besucher begnügen sich mit einfacheren Etablissements, wer weiß?
Auf jeden Fall aber hat die Deutsche Bank in Las Vegas genau so viel Geld in das Projekt investiert, wie in die gesamten Anleihen europäischer Krisenstaaten. Kaum vorstellbar, denn beide Bereiche wackeln und lassen nichts Gutes vermuten.
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