Kunst und Kunsthandwerk aus zwei Jahrtausenden mit einer Sonderausstellung auf der Cologne Fine Art & Antiques

Es ist schon eine schöne alte Tradition, die Cologne Fine Art in der Domstadt Köln auf der rechten Rheinseite in den Messehallen in Köln. In diesem Jahr sind es über 90 Galerien aus den Bereichen der Moderne, die auf alte und außereuropäische Kunst treffen. In den Vorjahren waren immer sehr viele Besucher nach Köln gereist, um hier Neues zu entdecken und mit Kolleginnen und Kollegen wichtige Trends auszutauschen. Der Termin der diesjährigen Cologne Fine Art & Antiques ist vom 18. bis 22. November 2009. Den Besucher erwartet somit eine interessante Mischung aus Kunst und Kunsthandwerk aus zwei Jahrtausenden. Schwerpunkte im Programm sind die klassische Moderne, Nachkriegskunst, Meister des 19. Jahrhunderts, Möbel und Kunsthandwerk sowie außereuropäische Kunst.
Ein besonderes Highlight: erstmals kommen in diesem Herbst Designaussteller nach Köln. Gezeigt werden Objekte der Wiener Werkstätte, skandinavische Klassiker oder auch italienisches Möbeldesign. Europa trifft sich mit Kunst. Für jedermann erlebbar wird das Designgefühl in einer Lounge, die mit Exponaten von Satyende Pakhalé ausgestattet wird. Der in Amsterdam lebende Designer verbindet klassische Materialien und Herstellungsmethoden aus seiner Heimat Indien mit High Technology – eine ganz besondere humanistische Design-Sprache.

Außerdem gibt es noch eine bemerkenswerte Sonderausstellung „Ancient Contemporary“ -
Parallen zwischen ursprünglicher Textilkunst und der Moderne.
Das sind mehr als 40 Exponate ursprünglicher Textilien, Teppiche und Kelims aus den verschiedensten Regionen der Welt. Damit veranschaulicht diese Sonderausstellung zur Cologne Fine Art & Antiques verblüffende Parallelen zu einem modernen künstlerischen Empfinden. „Ancient Contemporary“ lädt die Besucher der Cologne Fine Art & Antiques auf eine interkulturelle Reise ein: es geht um die Phantasie und Geschicklichkeit kreativer Menschen, die mit Wolle oder Baumwolle, Leinen, Filz und Federn eine packende Formensprache entwickelt haben. Die Ausstellung wird von Prof. Dr. David Galloway, Kunstkritiker und ehemaliger Chef Kurator des Teheran Museum of Contemporary Art kuratiert.

Auf elementare Formen reduziert und häufig als Alltagsgegenstände konzipiert, strahlen die Farben und Muster ursprünglicher Textilien, Teppiche und Kelims etwas Magisches aus. Diese originäre Qualität findet ihren Widerhall in einer bildenden Kunst, die versucht, sich von den Exzessen und Zwängen der Vergangenheit zu befreien. So haben die unterschiedlichsten Künstler wie Henri Matisse, Gustav Klimt, Josef Albers oder Sean Scully eine zeitgenössische Formensprache entwickelt, die durchaus in Harmonie mit traditionellen Werten der Webkunst steht. Man begegnet einem Zeitgeist, der Aspekte der Vergangenheit transportiert und dabei immer wieder Neuland erobert. Die Sonderschau „Ancient Contemporary“ versucht, diese Beziehungen und Referenzen aufzuzeigen: So erweckt ein doppelseitiges kurdisches Flachgewebe Erinnerungen an Mark Rothko, ein schwarz-weißer Berberteppich an die Graphitzeichnungen des Japaners Haraguchi.
Vernissage, 17. November, 17.00 – 21.00 Uhr
18. – 22. November, 12.00 – 20.00 Uhr
Fotos Copyright: Cologne Fine Art & Antiques
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