Die Bundesregierung will alles tun, um Bonn als UN-Standort zu stärken
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel äußerten sich am heutigen Mittwoch zufrieden über die Resonanz der Artenschutzkonferenz in der Bundesstadt Bonn.
Beim Medienempfang der Bundesregierung anlässlich der Vertragsstaaten- konferenz in Bonn ließen es sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nicht nehmen, mit überaus zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der internationalen und nationalen Medien bei einem Medienempfang zu sprechen. Das Foyer des Kunstmuseums an der Friedrich-Ebert-Allee in Bonn quoll förmlich über von Gästen, die unter der Regie des Chefs des Presse- und der Bundesregierung, Staatssekretär Ulrich Wilhelm, zu diesem Empfang gekommen waren.

Foto: Ulrike Luecke-Bongartz
In einer Grußbotschaft ging Kanzlerin Merkel auf den deutschen Einsatz für den Erhalt der weltweiten Biodiversität ein. „Richtig ist, dass wir beim Artenschutz noch weiterkommen müssen“, sagte sie. Diese UN-Konferenz beinhalte die essentielle Frage zur Erhaltung der Umwelt und der Vielfalt des Artenschutzes, wenn man an die tropischen Regenwälder und die fatalen Abholzungen dort denke und an Probleme auch in Afrika. Demut und Respekt vor der Natur sei wichtig, so Angela Merkel. Spätestens beim Thema Allergie und Medikamente werde die Abhängigkeit von der Natur für jeden deutlich.
Der Kulturwandel sei noch lange nicht geschafft. Und weil dieses Thema so wichtig sei, bedankte sich die Bundeskanzlerin bei den Medienvertretern, die in Dokumentationen, Beilagen und zahlreichen Sonderveröffentlichungen vor der –Tagung in Bonn auf dies Problematik aufmerksam gemacht haben.
Was den Tagungsort angeht, hob sie besonders hervor: „Bonn ist ein hervorragender Gastgeber, unsere Gäste auf dieser Konferenz fühlen sich hier sehr wohl“. Wenn man sich beim UN - Generalsekretariat in New York umhöre, dann könne man sich davon überzeugen, „wie sehr Bonn zu einem etablierten und beliebten UN - Standort geworden ist“. Und: „Wann immer sich die Gelegenheit bietet, werden wir als Bundesregierung alles dafür tun, dass Bonn als UN-Standort gestärkt wird“.
Im Zuge der 9. UNO-Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt, die bis Ende Mai am Rhein tagt, hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview mit dem Bonner General-Anzeiger (Ausgabe vom 28. Mai) und in einem persönlichen Gespräch mit dem Internetportal deutschland-deluxe.de (siehe Foto) positiv über die Zukunft der Bundesstadt als UN-Standort ausgesprochen. Man könne sich davon überzeugen, wie sehr Bonn zu einem etablierten und beliebten UN-Standort geworden ist. Die Tagungsmöglichkeiten sind exzellent“.

Foto: Ulrike Luecke-Bongartz
Das Zusammenspiel von Entwicklungshilfe, Klimasekretariat und Nachhaltigkeitsfragen findet die Kanzlerin „sehr spannend.“ Weiter sagte Merkel: „Ich bin sicher, dass sich Konferenzgäste in Bonn und seiner schönen Umgebung immer sehr wohl fühlen. Ungelöste Probleme dieser Artenschutzkonferenz hängen sicherlich nicht am Standort Bonn.“
Dem schloss sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel an. Sichtlich gut gelaunt genoss er das „Bad in der Presse“. Er, wie auch die Kanzlerin, zeigten sich gelöst und äußerten sich überzeugt, dass bei einem weiteren Ausbau des Konferenzzentrums im Bundesviertel hier eine positive Zukunft zu sehen sei für die Stadt Bonn. Sigmar Gabriel zu deutschland-deluxe.de: „Unsere Gäste und Tagungsteilnehmer fühlen sich wohl und hier in Bonn hat man den tatsächlichen Eindruck, alle fühlen sich von den Themen angesprochen und sind wirklich richtig dabei“.

Foto: Ulrike Luecke-Bongartz
Das registrierte die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann mit sichtlicher Zufriedenheit. Sie hatte ihre Gäste aus Berlin vor der Türe des Kunstmuseums Bonn empfangen, bis es nach diesem Medienempfang im Foyer zum Mittagsessen ging. „Ich habe Durst“, meinte die Kanzlerin und lachte in das Blitzlichtgewitter hinein.
Frage & Antwort Community
Melde Dich jetzt in unserer Community an und stelle Deine persönliche Frage!
Egal ob Urlaub und Hotels, Essen & Trinken oder die neuesten Fernseh- und Unterhaltungstrends -
Hier ist für jeden etwas dabei!
Jetzt mitdiskutieren!
Ähnliche Artikel
- Zur 6. Bonner Wissenschaftsnacht kamen 25000 Besucher
- Angela Merkel feiert 55. Geburtstag
- la Donna - die Frauenmesse
- 4. Bonner Universitätsfest
- 6. Bonner Wissenschaftsnacht
- Bonn im Porträt: Der neue Aufwind
- Opel-Poker zwischen Merkel, Westerwelle, Obama und GM
- Peter Sloterdijk erhält CICERO Rednerpreis 2008
- Aktuelle Ausstellungen in der Bundeskunsthalle und im Rheinischen Landesmuseum Bonn
- Merkel und Steinmeier bei Fernsehduell lammfromm
- 1. Beethoven Ball Bonn am 30. August im Maritim Hotel
- Frauenmesse Bonn | "La Donna Bonn"
- Nobelpreisträger Prof. Dr. Reinhard Selten wird 80 Jahre
- 20 Jahre Mauerfall - „Ohne Bonn keine Wiedervereinigung“
- La Donna 2009 im Hilton Hotel Bonn, ein voller Erfolg!
- Bahnstreik: Ende nicht in Sicht!
- Innovationspreis Volksbank Bonn-Rhein/Sieg eG - Schirmherr NRW Minister Andreas Pinkwart
- Das Bonner Rathaus - Vielleicht der schönste Adventskalender
- Chefsekretärinnen - Treff Bonn
- Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn




Bravo, ein sehr gelungener Artikel. Hervorragende Arbeit von Frau Voigtlaender.
Ich finde Frau Merkels Engagement sowohl um den Artenschutz als auch um die stärkere Nutzung Bonns als UN-Standort sehr lobenswert. Meine Befürchtung ist allerdings, dass es auf weitert Front gerade beim Artenschutz beoi Lippenbekenntnissen bleibt. Zwar sind gerade Deutschland und vor allem auch Norwegen (Finanzspritze für Nationalparks in Höhe einer halbe Miliarden Euro!) mit gutem Beispie voran gegangen, doch lassen andere Teilnehmerstaaten in dieser Hinsicht einiges zu wünschen übrig. Die UN bräuchte hier bessere Mittel um beim Artenschutz nicht nur um Spenden zu bitten sondern auch gegebenenfalls durchgreifen zu können (UN-Polizeiaktionen gegen Wilderer empfinde ich als legitim).
Zitat aus dem Blog: "Der Kulturwandel sei noch lange nicht geschafft."
Dies sind leider sehr wahre Worte. Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken, weg von der prävalenten Selbstbedienungsmentalität die auf die komplette, schonungslose Ausbeutung aller Ressourcen hinausläuft. Zwischenziel muss zunächst der gemäßigte, vernünftige Umgang mit den Ressourcen der Erde, einschließlich der Möglichkeit Sanktionen gegen Raubbau energisch durchzusetzen sein. Das große Ziel wäre dann eine komplett auf Nachhaltigkeit und vernünftigen Umgang mit allen Aspekten der Umwelt ausgerichtete Gesellschaft, Ich hoffe, das ist nicht nur eine Utopie.
Ihre Meinung ist gefragt - Jetzt mitdiskutieren: