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Buchtipp: "Der Google-Effekt"- Douglas C. Merrill & James A. Martin

„Ich habe jetzt mehr Zeit“ – Douglas C. Merrill und James A. Martin geben mit „Google-Effekt“ in ihrem Buch neue Strukturen und Tipps

Neue Ordnungsprinzipien aus dem Südwest-Verlag – Die Autoren  fühlen der Nachrichtenüberforderung auf den Zahn und geben Tipps für mehr Freiheit und Freizeit im digitalen Zeitalter



Von Dorothea F. Voigtländer

Buchtipp: „Google-Effekt“ von Douglas C. Merrill und James A. MartinWer immer keine Zeit hat, sich von der überwältigen Flut an Informationen überfordert fühlt, den Alltag in Beruf und im Privatbereich nicht mehr in den Griff bekommt, der sollte sich neue Tipps holen, wie man seinen Alltag und überhaupt sein Leben besser strukturiert. „Schon wieder ein Buch darüber, wie man sich organisiert?“, das fragte sich auch Douglas Merrill, als er sich „aus reiner Höflichkeit“ mit seinem Kollegen James A. Martin zusammensetzte, um den Leitfaden für dieses Buch zu finden, ihm eine Struktur zu geben. Schließlich war das ehemalige Mitglied des Informationsvorstandes bei Google mit von der Partie, als sich Google zum Ziel gesetzt hatte „die auf der Welt vorhandenen Informationen zu strukturieren“. Er weiß, dass viel „gegoogelt“ wird, ein völlig neues Verb, denn Google verspricht großen Nutzen, doch Disziplin und gutes Zeitmanagement ist dabei wichtig.

Mit dem Buch „Der Google-Effekt“ werden neue Strategien vorgestellt, die den Autoren für das digitale Zeitalter eingefallen sind.  „In diesem Buch weise ich immer darauf hin, dass ein großer Nutzen einer guten Selbstorganisation darin besteht, effektiver, produktiver und weniger gestresst zu sein“, schreibt er in seinem Vorwort auf den Klappentext dieses Buches. Damit macht er neugierig und Lust darauf, die ersten Kapitel zu lesen, wo er auch darauf eingeht, wie das Gehirn Gedächtnisinhalte verarbeitet, oder auch nicht. Er macht auch klar, dass Organisieren nicht für jeden dasselbe ist. Man soll sich nicht selbst im Wege stehen, sich nicht hetzen und Krisen bewältigen lernen, wie er es auch eigenen Erlebnissen berichtet, die sich gut einprägen, wie die Gallenkrebserkrankung seiner Frau, als er selbst wichtige Dinge im emotionalen Stress vergaß, weil er mit sich selbst nicht richtig organisiert war.


Am wichtigsten ist es für ihn, mit seinen neu gefundenen Strategien und Tipps dem Leser klarzumachen, wie man effektiver und weniger gestresst  Wichtiges vom Unwichtigen auseinander halten kann. Er zeigt auf, wie man Informationen sucht und strukturiert wie die Übersicht über E-Mails, Aufgabenliste, Dokumente und Kalender. Die technischen Hilfsmittel sind dafür da, das Leben zu erleichtern mit Smartphone, iPads, Cloud Computing. Das Hauptziel ist es, mehr Freiraum für sich selbst mit Hilfe der Technik zu gewinnen, sich nicht von ihr überrollen zu lassen, sie als Hilfsmittel zu benutzen, um mehr Freizeit und Freiheit zu gewinnen, um das Leben in vollen Zügen auch genießen zu können.

Locker geschrieben, mit vielen persönlichen Beispielen. Eine interessante Information ist, dass Douglas C. Merill als Kind Legastheniker war. Für ihn war das Lesen schwer, und Mathematik ganz besonders. Doch die Krankheit hatte ihr Gutes: Merrill hat gelernt, sich besser als andere zu organisieren, um die Lernschwäche auszugleichen. Am Ende hat er es doch zu einem Doktortitel in Mathematik gebracht – und später sogar zum „Chief Information Office” (CIO) von Google, verantwortlich für die Frage, wie man das Wissen der Welt so ordnet und strukturiert, dass jeder darauf schnell und effektiv zugreifen kann. Lange Jahre hat Merrill die Google-Ingenieure mit seinen Ideen angetrieben.

Richtig ist, dass altbekannte Organisationsprinzipien schlichtweg überholt sind. Seine Meinung ist: „Nur wer neue Ordnungsstrategien entwickelt und akzeptiert, kann die Herausforderungen der modernen Welt meistern. Technische Hilfsmitte wie PC, Organizer oder Smartphone können, intelligent eingesetzt, dabei helfen, mehr Struktur in den Alltag zu bekommen und somit mehr Zeit für die wesentlichen Aufgaben zu haben.

Das Buch motiviert jeden Leser, seine individuelle Selbstorganisation zu suchen und zu finden. Da gibt das Buch praktische Ratschläge sei es über Outlook oder Google-mail, sei es wie man seinen persönlichen PC-Kalender einrichtet, sei es, ob man im Urlaub seine E-Mails abrufen soll, oder es geht um die Frage, ob man nicht überhaupt einiges in Frage stellen soll. Kritik ist erwünscht. Das tut er selbst mit seinem Buch und liefert handfeste Beweise und konkrete Beispiele dafür. So auch, wenn Daten und Dokumente auf der heimischen Festplatte schlummern und man sie unterwegs benötigt. Die Antwort: „Cloud Computing“. Auch das wird anschaulich erklärt. Wer seinen Kalender, wichtige Dokumente und Dateien „in der Cloud“ speichert, kann von überall her auf Servern im Internet in „sein Eigentum greifen“. Das wird gut lesbar verdeutlicht, das Buch hilft, bei dem einen oder anderen Problem die Lösung zu finden.



Douglas C. Merill
James A. Martin
Der Google-Effekt
Strukturiert denken im digitalen Zeitalter
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Ca. 320 Seiten; € 19,95
Südwest Verlag
ISBN: 978-3-517-08618-7

Foto: Copyright Südwest Verlag

 

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