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Begann die Wirtschaftskrise bereits 2008?

Noch vor einem Jahr redete alles vom Aufschwung

Da hatte die Rezession eigentlich schon begonnen – Doch nur wenige merkten es

Es ist noch gar nicht so lange her, gerade mal zwölf Monate, da redeten alle vom Aufschwung. Alles sollte besser werden, doch irgendwie spürten die ersten, dass das aufschwingende Wirtschaft eigentlich gar nicht im Geldbeutel ankam. Wieso nicht? Da hieß es in der Wirtschaft, die Reichen werden immer reicher, der Normalbürger sieht seine Euros im Geldbeutel schmelzen, und das immer schneller. Und da sprachen alle über die übergroßen Managergehälter, die riesigen Bonuszahlungen an die Bankchefs und in vielen Wirtschaftsbereichen. Doch für den Bürger Normalverbraucher zogen langsam aber sicher die schwarzen Wolken am Horizont auf. Die Kosten stiegen: für Gas und Strom, für den täglichen Verbrauch, ebenso die Gebühren in vielen Bereichen, die Beiträge für Krankenversicherung, und überhaupt für fast alle notwendigen Versicherungen gingen die Zahlungen sprunghaft in die Höhe. Morgens hatte man schon Angst, die Post zu öffnen.

Die Preise für Zugfahrten, wenn mal nicht gestreikt wurde, sind ebenfalls gestiegen, eine Platzkarte im ICE kostet jetzt 5 Euro, umgerechnet macht das zehn Mark. Hand aufs Herz: Wer rechnet nicht immer noch zurück in die ach so schönen DM-Zeiten, als es noch keinen „Teuro“ gab? Das klärt die Blicke auf die finanzielle Wirklichkeit heute.

Und da wundert es keinen, wenn für das neue Jahr wiederum auch die Kosten für den Kindergarten in die Höhe gingen, Preissteigerungen bei der Butter, der Milch und dem Brot und überhaupt bei allen Grundnahrungsmitteln. Das Geld „schwingt sich also auf“. Meinten genau das damals die politisch Verantwortlichen mit der ach so schönen Vokabel „Aufschwung“?

Die schlechten Nachrichten häuften sich wie diejenigen über die Immobilienkrise in den USA, die bald über den großen Teich zu uns herüberschwimmen sollte. Dann kamen die Managergehälter an die Reihe, dann, plötzlich, war von der Bankenkrise die Rede, zuerst die eine, dann die andere, dann nicht nur in den USA, sondern auch hier in Europa, in Deutschland und in den anderen EU-Ländern, in Indien und in China, in der ganzen Welt krachte das Geld, mussten Banken mit riesigen Summen von den Regierungen gestützt werden.

Und es nimmt einfach kein Ende, die Banken-Pflaster nehmen zu, sodass sich der Normalbürger fragt, woher nimmt die Regierung das Geld und den Mut, hier noch immer weiter die lahmen Bankinstitute  mit ach so viel Geld und mit riesig hohen Bürgschaften zu unterstützen? Viele wundern sich täglich, wie wenig im Geldbeutel zurück bleibt. So geht es den Rentnern und Pensionären beispielsweise. Da es nach 2004 keine Rentenerhöhung mehr gegeben hat, ist der Inflationsausgleich nicht mehr zu schaffen. Also: nicht mehr Geld nach einem arbeitsreichen Leben, sondern weniger. Preiserhöhungen auf ganzer Linie, ein Aufschwung ganz besonderer Art hinauf in die billionenhohe Schuldenfalle.

Da spricht so mancher von „Abzocke“. Wen wundert es da, dass die Bürger weniger einkaufen und darum die Geschäfte und die Gesamtwirtschaft schlechte Umsatzzahlen aufweisen? Und es ist nicht zum Lachen, dass so mancher sein Geld in den Strumpf steckt, wie anno dazumal, anstatt wie in England und Irland und in Island geschehen, vor der geschlossenen Banktüre zu stehen! Da müsste man eigentlich auf die Idee kommen, irgendwie, ja, irgendwie sein Geld zu sichern? Aber wie? Da flüchten sich diejenigen, die es sich noch leisten können in die Sachwerte. Doch die Arbeitslosenzahlen steigen und steigen. Da zeigt sich bis jetzt leider noch kein Silberstreif am Horizont.

Viele, die noch ihr „Gröschelchen“, pardon, „Centchen“ zusammenkratzen können, gehen auf Reisen, um in diesem so kalten Winter im fernen Süden wenigstens die Wärme zu genießen, wenn in der Heimat die Öl-, Gas- und Benzinpreise ins Astronomische steigen. Wo bleibt da die ewige Warnung vor der Erderwärmung, fragt sich mancher listig? Und die jüngste Nachricht war auch nicht besser: Wegen der Luftverschmutzung steigen die Preise für Zusatzeinrichtungen in den Autos und für die Luftverschmutzung in der Luft bei Flügen. Also Ferienreisen werden auch wieder teurer, die Kataloge für die neue Reisezeit präsentieren auch ihren „Aufschwung“ im Preisniveau. Wenn man sich durch die komplizierte Zahlenwelt durchgearbeitet hat, kommt unter dem Strich mehr heraus für den Urlaub als bisher: Preiserhöhung also auch hier. Wo nicht?

Die Gretchenfrage lautet: Wenn alles so teuer wird, dann werden wir alle weniger essen, denn die Deutschen sollen ja ohnehin zu dick sein. Das scheint wenigstens das einzig Positive am Aufschwung der Preise zu sein und vielleicht wirkt sich das dann auch positiv auf die Gesundheitsproblematik in Politik und Gesellschaft aus. Tja, da könnte man echt ins Grübeln kommen. Die Inflation jedenfalls ist voll da! Und die Angst auch mit der Frage: Was wird uns die Zukunft noch alles an schlechten Nachrichten bringen? Wer Hoffnung hat, klammert sich an die Worte des neuen amerikanischen Präsidenten Obama: „Yes, we can“. Doch dann? Die fetten Jahre sind jedenfalls vorbei, bleibt nur zu hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird. Also Ärmel aufkrempeln!.

 

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