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Auktionshaus Dorotheum schreibt schwarze Zahlen

Das international bekannte Auktionhaus Dorotheum vermeldet für 2008 das zweitbeste Ergebnis


Amerlings "Mädchen mit Strohut" wurde für 1,5 Millionen Euro verkauft © Dorotheum
Zufrieden ist man im Auktionshaus Dorotheum im Wiener Haupt- und Gründungssitz seit 1707 mit dem Auktionsergebnis im abgelaufenen Jahr 2008. „Solide und wertbeständig“. Das ist das Motto des Hauses mit zwei großen Adresse in Deutschland: in Düsseldorf und München sowie in Italien: in Mailand. Das Jahr 2008 kann nach 2007 mit dem zweibesten Jahresergebnis aller Auktionen aufwarten. Gerade in der Zeit der weltweiten Finanzkrise hat die „Aktie an der Wand“, haben wertvolle Antiquitäten einen hohen Stellenwert und werden sehr gerne ersteigert. Diese Wertanlage wird mit als die beste „Geldanlage“ angesehen.

Die Preise waren solide, neue Käuferschichten konnten im Mutterhaus in der Wiener Dorotheergasse und in Deutschland und in Italien vermerkt werden. Diese neuen Käuferschichten und ein weiter verstärktes internationales Interesse kennzeichneten das 301. Jahr des Wiener Auktionshauses Dorotheum. Mit einem Gesamtumsatz bei Auktionen von 108 Millionen Euro (Stand: 16. 12. 2008) ist dies nach dem Rekord im Jubiläumsjahr 2007 das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte dieses Auktionshauses.

Glanzlicht des Jahres 2008 ist zweifellos Friedrich von Amerlings „Mädchen mit Strohhut“, worüber auch deutschland-deluxe ausführlich informierte. Die restituierte Biedermeier-Ikone wurde nach heftigem Bietgefecht in der Auktion mit Gemälden des 19. Jahrhunderts für 1,502 Millionen Euro an das Liechtenstein Museum verkauft. Grundsätzlich standen Gemälde des 19. Jahrhunderts in diesem Jahr hoch im Kurs. Ein weiteres Damenbild sicherte sich den zweithöchsten Zuschlag mit 398.300 Euro. Giovanni Boldini setzte mit dem modernen temperamentvollen Bildnis der Schauspielerin Alice Regnault ein wunderbares Denkmal.

Die Königsdisziplin des Dorotheum, die Alten Meister, trotzen seit eh und je großen Moden. Hier gab es keine Sensationen, aber viele sehr gute Ergebnisse. Allen voran die 467.300 Euro für das museale Stillleben des Willem Kalf sowie die sensationellen 398.300 Euro, die ein Kunstliebhaber für Girolamo Macchiettis „Madonna mit Kind und Johannesknaben“ auslegte.

Solide Preise kennzeichnete die moderne und zeitgenössische Kunst, die viele Interessenten fand. Spitzenreiter war dabei mit dem Weltrekordpreis von 375.300 Euro Kolo Mosers springlebendiger „Frühling“, gefolgt von Giorgio de Chiricos mysteriöser „Piazza d’ Italia“ (€ 260.300) und Lucio Fontanas in die Leinwand gestochenem „Concetto spaziale“ von 1960 (€ 202.800).

Anlege-Objekte erregten in diesem Jahr 2008 große Aufmerksamkeit.
Besonders hohe Umsätze kennzeichneten die jedes Jahr erfolgreicheren Auktionen mit historischem Silber, wobei hier eine Prunkschale von Pawel Owtschinnikow mit 248.800 Euro alles übertraf. Auch Juwelen werden als perfektes Anlage (und Anlege-)Objekt gerne angenommen. Erfolgreich verliefen auch die beiden Design-Auktionen, wobei neben den Highlights – etwa Ron Arads schwungvoller „Blo Void 2“ (€ 85.700) und das 4er-Set Totems von Ettore Sottsass (€ 70.600) - wieder mehr der Trend zu Vintage-Design spürbar ist.

Glas und Porzellan punkteten ebenfalls in diesem abgelaufenen Jahr 2008 mit dem stilvollen Glasfenster des Hermes von 1923 (€ 55.600), sowie mit dem gefesseltem Prometheus aus der Porzellanmanufaktur Carlo Ginori (€ 28.400). Beim Jugendstil stellte die Elfenbeinskulptur „Antinea“ vom Demetre Chiparus alles in den Schatten (€ 97.900). In der Kategorie Skulpturen verzeichnete ein „Auferstandener Christus“ von 1500 aus der Hand des Meisters von Großlobming mit 104.000 Euro den höchsten Zuschlag.

Ausgefallene Einzelstücke erfreuen sich an großem Interesse, sowohl bei den historisch wissenschaftlichen Instrumenten, bei den Orden, bei den Briefmarken, Münzen, Möbeln oder auch bei den Autographen. Eine Klasse für sich, ein mitunter skurriles Österreich-Spezifikum und jedes Mal erfolgreich ist die Kaiserhaus-Auktion.

Große Namen bzw. Provenienz liegen hoch in der Käufergunst. So erlöste die Benefiz-Auktion mit Stücken aus dem Nachlass der Operndiva Elisabeth Schwarzkopf hervorragende 160.600 Euro. Großen Rummel gab es auch um Romy Schneiders Bettelarmband, das für 29.600 einem Romy-Fan zugeschlagen wurde –deutschland-deluxe berichtete..

Auf internationaler Ebene erweiterte das Dorotheum sein Engagement: Nach der Homepage in Russisch wurde die Homepage auf Chinesisch implementiert. Akzente in diesen Ländern setzten Präsentationen bei Kunstmessen – „Moscow World Fine Art Fair“, „Shanghai Contemporary“ – sowie eine Vorbesichtigung der dritten Auktionswoche in Moskau (Kooperation mit Stella Art Foundation).

Dem steigenden Interesse für das Dorotheum in Italien zollt das Dorotheum im kommenden Jahr Tribut. Im Palazzo Colonna wird nun in Rom eine weitere Repräsentanz eröffnet. Man darf auf das steigende Käuferinteresse gespannt sein.

Weitere Informationen: www.dorotheum.com

 

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Hallo und guten Tag,

ich habe den Beitrag "Auktionshaus Dorotheum schreibt schwarze Zahlen" aufmerksam gelesen und ich war beeindruckt, als ich erfuhr, wieviel Einnahmen das Haus 2008 verbuchen konnte.
Die einzelnen Kunstgegenstände sind geprägt von Schönheit, Alter und einem enorm hohen Wert.
"Frühling" von Kolo Moser hat eine erstaunliche Summe erzielt und ist sicherlich eine gute Geldanlage.
Es ist durchaus nachvollziehbar, dass jene Antiquitäten, eine Anlagefunktion besitzen.
Die einen kaufen Gold und die anderen eben Schätze aus vergangener Zeit.
Ich selbst habe schon Auktionshäuser besucht, allerdings war mein Budget bisher zu klein, um an echten Auktionen teilzunehmen.
- Ich bin auch noch jung-
Im Großen und Ganzen finde ich es sehr beeindruckend, was das "Dorotheum" bisher geleistet hat.

Danke

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