Quedlinburg verspricht und hält eine geschichtliche Zeitreise – Die ehemalige Kaiserpfalz an der Straße der Romanik ist eines der bedeutendsten Flächendenkmale Deutschlands – „Metropole des Reiches“
Die Stadt selbst ist die größte Sehenswürdigkeit - UNESCO-Welterbe seit 1994

Ein wunderbarer Blick auf die reizvolle historische Stadt Quedlinburg mit dem
Schlossberg und der Stiftskirche St. Servatii. © Jürgen Meusel
Von Dorothea F. Voigtländer
Die Wiege Deutschlands war Quedlinburg: Eine Zeitreise in die reiche geschichtliche Vergangenheit verspricht nicht nur die UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg, sie hält es auch: Wenn das erste Tageslicht aufleuchtet, dann kann diese historische Reise durch diese Stadt beginnen mit ihren gut 1300 reich geschmückten und malerischen Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten, herausragende Zeugnisse der Geschichte der Menschen, die hier lebten und leben. Hier steht auch eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands (um 1340), das heutige Fachwerkmuseum. Wenn die Füße über das uralte Pflaster schreiten durch die winkligen Gassen, die gemütlichen Plätze sich öffnen, bunte Fachwerkhäuser das Wispern der Geschichte dieser einstigen Kaiserpfalz hörbar werden lassen, dann taucht der Geist in eine über 1000 Jahre alte mittelalterliche Stadt, eine Zeitreise unter dem massigen Sandsteinfelsen des Burgberges mit der romanischen St. Servatius-Kirche. Diese Stiftskirche mit den Gräbern des ersten deutschen Königs, Heinrich I., und seine Frau Mathilde und dem berühmten Domschatz ist ein Meisterwerk der Romanik. In einer Kaiserurkunde des 10. Jahrhunderts wird Quedlinburg „Metropole des Reiches“ genannt.

Immer wieder schweift der Blick hinauf auf den stolzen Schlossberg, wo die beiden Türme
der Stiftskirche über die Stadt zu wachen scheinen. © Jürgen Meusel