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2010 ist das Jahr der Änderungen für Geld, Energie, Kinder und Sicherheit

 

Geld und Finanzen, Gebühren und Steuern bleiben auf der Wortliste des Jahres 2010 – Teuerungen inbegriffen


Da haben sich Regierung und die Europäische Union eine Menge Neuerungen für 2010 ausgedacht. Auf den ersten Blick scheint das alles ganz positiv zu sein, wenn man beispielsweise an die Erbschaftsprobleme denkt, die früher viel Ärger und Kopfzerbrechen machten. Ob sich das ändert in Zukunft, das sollte sich jeder Betroffene am besten von einem Notar erklären lassen, auch wenn es um das Thema Schenkungen geht. Das ist nur ein Beispiel von vielen Änderungen in 2010.

Finanzen Portemonnaie
Welche finanziellen Änderungen erwarten uns 2010? - Foto: Copyright Fotolia

Einfacher ist die Klärung beim Thema Kindergeld. Denn ab Januar 2010 steigt es pro Sprössling um 20 Euro. Für das erste und das zweite Kind landen dann 184 Euro monatlich statt wie bisher 164 Euro auf dem Konto, das dritte Kind schlägt mit 190 Euro positiv zu Buche und für jedes weitere Kind erhalten die Eltern 215 Euro. Hinzu kommt der neue Kinderfreibetrag, der sich von heute noch 6.024 Euro auf 7.008 Euro erhöht.
Ein Beispiel: Verbraucherzentralen haben ausgerechnet, dass, wenn Vater und Mutter berufstätig sind und 100.000 Euro mit nach Hause bringen, erhält es ein Kind 31 Euro mehr im Monat. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Verdiener von 30.000 Euro brutto hat dann 40 Euro mehr auf dem Konto. Wer weiß, was Kinder kosten, der wird bei dieser Rechnung doch recht nachdenklich bei steigenden Lebenshaltungskosten, steigenden Kinderhortgebühren (heute Kita genannt), Nachhilfezahlungen, Studiengebühren…und, und! Fazit: Kinder sind Luxus!

Die ärgerlichen 0180er Rufnummern wurden korrigiert: ab 1. März gilt eine einheitliche Preisgrenze. Im Festnetz kostet ein Gespräch pro Minute 14 Cent oder maximal 20 Cent pro Anruf, die Handykosten belaufen sich auf 42 Cent pro Minute. Und hier eine Anmerkung für die zahlreichen Versandhäuser mit ihren vielversprechenden Hochglanzprospekten beispielsweise für Haushalt und Mode: Da wäre eine kostenlose 0800-Nummer sicherlich angebracht, denn schließlich wollen sie ja auch per Telefon ihren Kunden etwas verkaufen und sie nicht schon bei der Bestellung und telefonischer Beratung ein erkleckliches Sümmchen bezahlen lassen. Das wäre eine echte Kundenbindung!

Schluss sein soll nach dem Willen der Ökodesign-Richtlinie (wieder eine elegante Formulierung zur Bereichung des deutschen Wortschatzes!) der Europäischen Union: Die Hersteller müssen den Stromverbrauch für neue Geräte senken. Genauer: Für Kühl- und Gefrierschränke gelten ab Juli neue Verbrauchsobergrenzen.

Nach dem Bankendesaster mit Beratungsproblemen - da erinnere man sich nur an Lehmann-Brothers – müssen bei einem Beratungsgespräch mehr Transparenz, mehr Durchblick, geschaffen werden. Ab 1. Januar soll jede Beratung protokolliert werden, wobei auch Informationen über die persönliche Situation des Beratenden und die vorgeschlagenen Angebote des Beraters niedergeschrieben werden. Dann müssen auch der Gesprächsverlauf und die Gründe der Empfehlung des Beraters protokolliert werden, um nur einige Punkte eines mehrseitigen DIN A 4-Formulars zu erwähnen. Da könnte einem Kunden die Lust an einem solchen Protokollgespräch vergehen. Und telefonische Tipps sollen auch eingeschränkt werden. Sicherlich gut gemeint aber eine überbürokratische und fast krankhafte Reaktion auf alle die Desaster im Bankengeschäft der vergangenen Monate. Hätte das nicht einfacher geregelt werden können? So wie die einst versprochene Steuererklärung auf dem Bierdeckel? Aha!

Irgendwie verdächtig ist eine neue Verordnung der Europäischen Union für die Haupt- und Abgasuntersuchung eines Autos. Beides soll gleichzeitig durchgeführt werden. Solange der TÜV noch gilt, greift diese neue Verordnung erst bei der nächsten regulären Untersuchung. Doch da schwant schon wieder eine saftige Preiserhöhung. Oder nicht? Man wird sehen!

Gewarnt wird bei Internetauktionen: Das Widerrufs- und Rückgaberecht von bisher vier Wochen wird auf zwei Wochen verkürzt. Das gilt ab dem 11. Juli. Das wird man sich merken müssen.

Ab dem 20. November 2010 löst der neue elektronische Personalausweis den alten ab. Der neue ist mit einem besonderen Chip gekrönt, auf dem wie bei dem Europäischen Führerschein und den EC-Karten u. ä. wichtige Daten gespeichert sind. Natürlich fehlen auch das digitale Foto nicht und eine elektronische Signatur als Ersatz der herkömmlichen Unterschrift. Freiwillig können noch zwei Fingerabdrücke hinzukommen. Übrigens: Beim neuen Pass sind die Fingerabdrücke des rechten und des linken Zeigefingers Pflicht, das weiß man schon. Vorteile des neuen Personalausweises hebt das Bundesinnenministerium hervor: Mit ihm können sich die Besitzer im Internet elektronisch ausweisen, zum Beispiel beim Online-Banking oder gegenüber Behörden. Doch jetzt kommt der Pferdefuß: Um im Internet mit diesem neuen Ausweis Verträge abzuschließen oder einen Flug zu buchen, benötigt der Nutzer zusätzlich ein Lesegerät für den Computer und eine entsprechende Software. Also wieder Mehrkosten. Allerdings sei der neue Personalausweis ein sicheres Reisedokument. Das wollen wir doch hoffen. Über die erhöhten Kosten wird nicht informiert. Da heißt es nur: Zahlen!

Das waren nur einige der Neuerungen für 2010. Nun heißt es aufpassen, dass man nichts versäumt.

 

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