Skip to main content

Bamberg - Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe

Die Altstadt von Bamberg vor 15 Jahren mit dem Emblem des UNESCO-Welterbes ausgezeichnet

Heinrich II. und Kunigunde wären heute sicherlich sehr stolz auf "ihre" Stadt Bamberg, wo sie das entscheidende Samenkorn legten für das, was heute dem Besucher entgegenspringt: Eine pralle Geschichte mit vielen Besonderheiten hat die tausendjährige altehrwürdige Bischofs- und Kaiserstadt Bamberg zu bieten - und das besonders im Herzen der Altstadt, in der eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit Wirklichkeit wird.

Alle Fotos: © Archiv des BAMBERG Tourismus & Kongress Service

Blick vom Turm von Schloss Geyerswörth auf die Bergstadt

Wie die Weltstadt Rom liegt Bamberg auf sieben Hügeln, eingebettet im Zentrum der fränkischen Kulturlandschaft, wo man dem Gründer und Förderer Kaiser Heinrich II. (gest. 1024) glaubt, höchstpersönlich begegnen zu können. Er gründete das Bistum Bamberg, er ließ den ersten Bamberger Dom erbauen, mit Hilfe seiner Ehefrau Kunigunde kamen dann noch Klöster hinzu, und aus seiner Tasche floss viel Geld in die Entwicklung Bambergs mit einer bis heute fast unverändert erhaltenen Altstadt mit drei historischen Zentren: Berg- , Insel- und Gärtnerstadt. Die Altstadt von Bamberg ist Deutschlands größtes Altstadtensemble.

Auch wenn der Dom zweimal abbrannte, so ist der heutige Kaiserdom mit seinen vier Türmen das beherrschende Bauwerk der Altstadt, wo sich das Grab des einzig heilig gesprochenen Kaiserpaares des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Kaiser Heinrich II. und seiner Kunigunde, befindet und das Grab von Papst Clemens II. (gest. 9. Oktober 1047), das einzige Papstgrab in Deutschland.


Kaisergrab - Einer der Höhepunkte im Innern des Bamberger Kaiserdomes ist das Hochgrab von Kaiser Heinrich II. und seiner Gattin Kunigunde


Begonnen hatte es mit den Grafen von Babenberg und ihrer Burg auf dem Berg aus spätkarolingischer Zeit. 906 kam die Burg in königlichen Besitz und dann in diejenigen der Herzöge von Bayern, und als dann Herzog Heinrich II. von Bayern 1007 König von Deutschland wurde, machte er Bamberg zum Sitz eines Bistums mit dem Ziel, hier ein "zweites Rom" zu schaffen. Mit Bischof Otto I. wurde Bamberg im frühen 12. Jahrhundert ein mächtiges Fürstentum, eine Zeit großen Wohlstandes. Später dann, im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Stadt eine große kulturelle Blüte, viele Künstler kamen hierher, Namen wie Dientzenhofer und Balthasar Neumann sind nicht vergessen. Beim Besuch Bambergs weiß man eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll, so prall sind Geschichte und Geschichten.

Wer ist der Bamberger Reiter? Fragend stehen Historiker und Geschichtsfreunde vor diesem Standbild im Dom, der Kleidung und seiner Haltung nach sicherlich einst ein Adeliger - vielleicht ist es der Heilige Stephan von Ungarn (969-1038)? Die Frage ist bis heute nicht beantwortet, ein Geheimnis, das es noch zu lüften gilt. Der romanisch-gotische Kaiserdom überragt das denkmalgeschützte Ensemble-Kunstwerk in der Altstadt, wo die Zeiten verschwimmen zwischen Mittelalter und bürgerlichem Barock, dem prächtigen Winkelbau der barocken Neuen Residenz und der Alten Hofhaltung, wo sich Elemente wiederfinden aus dem Spätmittelalter und der Renaissance.


Der Bamberger Reiter im Kaiserdom ist eine der größten "Bamberger Berühmtheiten", auch wenn bis heute nicht eindeutig geklärt ist, um wen es sich handelt


Im Herzen der Altstadt ist das temperamentvolle Rauschen des Flusses Regnitz von weitem zu hören, der das schmucke Brückenrathaus umspült, den Blick freigibt von hier über den Rosengarten bis hinauf zum Kloster St. Michael, wo Bischof Otto I., der heilige Apostel der Pommern, seine letzte Ruhestätte fand. Er hilft noch heute gegen Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme. Einen Blick in das Alltagsleben der Vergangenheit vermitteln mit ein wenig Fantasie die Gerberhäuser am Alten Kanal, das Mühlenviertel und die Fischersiedlung "Klein-Venedig".

Stolz sind die heute über 70 000 Einwohner auf ihre Heimatstadt Bamberg, stolz sind sie auch auf ihre kulturellen Höhepunkte einst und jetzt. So auf E.T.A. Hoffmann, jenes romantische Multitalent (1776- 1822), der in diesem Jahre 2008 vor 200 Jahren nach Bamberg kam und hier als Musikdirektor, Dichter und Maler wirkte. Zeit für ein großes Jubiläumsfest (von September 2008 bis Sommer 2009) in dieser Stadt, wo auch der Spielplan im E.T.A. Hoffmann-Theater ganz auf den romantischen Literaten abgestimmt ist. Ein Besuch in seinem Wohnhaus am Schillerplatz mit "Poetenstübchen" im Dachgeschoss lohnt sich, wo er von 1809 bis 1813 lebte und arbeitete. Ein Hoffmann-Weg zeigt seine Stationen während seiner Bamberger Zeit, eine sinnvolle Ergänzung des Kulturprogramms in diesem Jahr.

Auch heute noch wird vor der malerischen Kulisse der Fischer- und Schiffersiedlung "Klein-Venedig" gefischt


Begeistert wäre das Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde auch von den Bamberger Symphonikern, die 2003 in den Rang einer "Bayerischen Staatsphilharmonie" erhoben worden sind. Mit diesem Titel lässt sich der Freistaat Bayern mit großzügiger Finanzierung das Weltklasse-Orchester einiges kosten. Zur Erinnerung: Beim Beethovenfest 2007 in Bonn gaben die Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Jonathan Nott das großartige Abschlusskonzert.

Bamberg ist nicht nur ein bemerkenswertes Kulturzentrum, hier ist auch ein Wirtschaftszentrum zu finden, wo der größte Arbeitgeber mit rund 8 000 Beschäftigten der Automobilzulieferer Robert Bosch GmbH ist. Die Stadt bietet über 45 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, und an der Otto-Friedrich-Universität mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften studieren über 7 000 Studenten.

Hinzu kommt die verkehrstechnisch günstige Infrastruktur über die nahen Autobahnen A 73, A 70, die ICE-Linie von München über Bamberg nach Berlin und der Bamberger Hafen, Startpunkt über den Rhein-Main-Donau-Kanal bis ins Schwarze Meer oder in den Atlantik. Und weil Bamberg wegen seiner einmaligen Stadtlandschaft 1993 von der UNESCO das Prädikat Weltkulturerbe erhalten hat, ist diese Stadt begehrter Zielort für viele Flusskreuzfahrtschiffe. So kamen 2007 viele Gäste in diese Stadt, um mit den Bürgern das 1000-jährige Bistumsjubiläum zu feiern und dabei wiederum Kaiser Heinrich II. und seiner Kunigunde zu danken.

Dabei floss aus gutem Grunde der beliebte, frisch gezapfte goldgelbe Gerstensaft in den Bamberger Brauereigaststätten. Über 50 Sorten werden von 10 Brauereien nach handwerklicher Tradition eingebraut und - so die Bierkenner - unterscheiden sich geschmacklich erheblich von den Standardbieren der Großbrauereien. Mit den beliebten BierSchmeckerTouren des BAMBERG Tourismus & Kongress Service kann der Gast diese hochklassigen und teilweise international ausgezeichneten Bierspezialitäten verkosten und gleichzeitig in die einzigartige Atmosphäre der mittelalterlichen Stadt samt ihrer Brauereigaststätten eintauchen. Ein ausführliches "Booklet" weist den Weg zu den Braustätten und erläutert alle wichtigen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Die einzelnen Brauereien samt deren Bierspezialitäten und Geschichte sind darin ausführlich beschrieben. Ausgezeichnet wurden diese Touren 2004 gar mit der "Goldenen Bieridee" des Bayerischen Brauerbundes, der damit nur besondere Verdienste um die Präsentation der bayerischen Brauwirtschaft und ihrer Erzeugnisse würdigt. Die gute Laune steigt, dadurch wächst in Bamberg eine einzigartige, fröhliche Atmosphäre, in der auch die leckeren Speisen Diätpläne vergessen lassen.

Die Region Bamberg kann sich der weltweit größten "Brauereidichte" rühmen mit 10 Brauereien in der Stadt und annähernd 90 im Umland. Das berühmteste der Bamberger Biere ist übrigens Rauchbier


Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die vielen traditionsreichen Prozessionen wie am Sonntag nach Maria Himmelfahrt (15. August), wenn die Muttergottesstatue aus der Oberen Pfarrkirche hinab zu St. Martin getragen wird, wo sich eines der frühesten "freudvollen Vesperbilder", eine andere Madonnendarstellung befindet. Die Gläubigen kommen zahlreich, und das aus gutem Grunde, denn seit über 300 Jahren konnten so größtenteils kriegerische Auseinandersetzungen vermieden werden. Somit ist alles Staunenswerte von einst bis heute gut bewahrt geblieben, Kirchen, Klöster, Dom, Residenz, die schönen alten Krippen (Krippenstadt Bamberg) - das ganze Jahr über, zu wirklich jeder Jahreszeit ist Bamberg einen Besuch wert, Besucher sollten sich Zeit lassen, um alles in Ruhe erleben und "mit-erleben" zu können.

Romantik pur gibt es in der Trau(m)stadt Bamberg, wo sich im vergangenen Jahr fast 500 Paare im Rokokosaal des Alten Rathauses das Ja-Wort gaben. Die Stadt Bamberg ist für alle Heiratswillige und Jubiläumspaare offen und hat alles Schöne zu bieten für den schönsten Tag im Leben. Da kommen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Spätestens dann ist jeder überzeugt, dass die Altstadt von Bamberg zu recht das Prädikat UNESCO-Welterbe verdient hat und das Kaiserpaar Heinrich II. und seine Kunigunde voller Wohlgefallen bis in unsere heutige Zeit blicken werden.

So ist also seit 15 Jahren, seit 1993, Bambergs Altstadt Teil des Erbes der Menschheit. Es wurde UNESCO-Welterbe aus folgenden Gründen: "Die Bamberger Stadtstruktur und die Architektur des Mittelalters und des Barocks übten seit dem 11. Jahrhundert einen starken Einfluss auf städtische Formen und Entwicklungen in den Ländern Zentraleuropas aus. Und: Bamberg ist ein hervorragendes und repräsentatives Beispiel einer frühmittelalterlichen Stadt in Zentraleuropa sowohl in seinem Grundriss als auch in seiner Vielzahl erhaltener kirchlicher und weltlicher Gebäude."

Alles über die Trau- und Traumstadt Bamberg ist auch im Internet zu erfahren:

www.bamberg.info
info@bamberg.info
Tel. 0951-29 76 200
Information & Reservierung beim Bamberg Tourismus & Kongress Service
Geyerswörthstraße 3
96047 Bamberg
E-Mail: touristinfo@bamberg.info
www.bamberg.info
www.tageninbamberg.de

 

Anzeige


Beitragsdatum: 31. August 2008