Ausstellung: Buddhismus in Japan

Bundeskunsthalle Bonn


Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Quelle: Presseamt der Stadt;Bonn Foto: Michael Sondermann

Und nun sind in dieser Ausstellung in Bonn viele Kulturschätze zu sehen, die ansonsten sehr selten Japan verlassen. Wie die Leitung der Bundeskunsthalle
erläuterte, sei diese einmalige Sensation einer Ausstellung hier in Bonn einerseits durch eine enge Kooperation mit dem Leihgeber und dem Nationalmuseum Japans möglich geworden, andererseits durch den hohen technischen Standart der Bundeskunsthalle überhaupt erstmals möglich gewesen. Denn noch nie sei eine so hohe Anzahl geschützter Kulturgüter in einer Ausstellung außerhalb Japans zu sehen gewesen. Da sind illuminierte Sutren aus dem 8. Jahrhundert, seltene, bis zu drei Meter hohe Malereien aus dem 11. und 13. Jahrhundert und Handschriften der alten Kaiser. An der klaren Ornamentik erfreut sich das westlich geschulte Auge, an den mit Goldtusche geschriebenen Schriften des Geheimen Buddhismus und an typisch japanischen Stellschirmen aus dem 17. Jahrhundert mit prachtvollen Goldverzierungen. Unübersehbar sind die großartigen Skulpturen von monumentalen Formaten sowie Malereien bis zu sechs Metern.

 

In einem Raum versammeln sich die fünf Furcht einflößenden Könige des Wissens mit ihrer Macht und ihrer prallen Pracht. Und dann wieder breitet sich in einem blauen Raum die Stille der Berg-Asketen aus, die nach Erleuchtung suchten und sie auch sicherlich fanden. Die Stille fängt wohltuend ein, das Verständnis für diese Kultur und Religion beginnt zu wachsen.
 

Viele Werke aus Papier und Holz sind sehr fragil, darum auch schwer zu transportieren. Nun kann man sehen, welch feine Dekorationen auf Papier möglich sind mit sehr lebendigen, wilden und affektgeladenen Skizzen. Darum kann der Besucher dankbar sein, dass die Verantwortlichen diese Ausstellung überhaupt möglich gemacht haben, die erstmals außerhalb Japans gezeigt wird, eine der größten buddhistischen Kunstsammlungen, die über ein Jahrtausend überspannt.

Wichtig ist das Studium der langen Wandtexte, ohne die vieles nicht zu verstehen ist. Ein Besuch lohnt sich für denjenigen, der sich die Zeit nimmt, alles zu verstehen, oder zumindest das meiste.

Und wenn dann im roten Salon die frischen Kirschblüten und auch die Ahornblüten ihre wundervolle Schönheit entfalten, wie auch die zauberhaft bemalten Paravents und typischen Schiebewänden, dann ist das wie eine noch zusätzliche Belohnung. Der Besuch dieser Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn lohnt sich. Sie ist bis zum 24. August in der Friedrich-Ebert-Allee geöffnet, und sie präsentiert ein großes Begleitprogramm zum Verständnis mit Filmen, Vorträgen, Exkursionen und Musik. Nicht versäumen sollte der Besucher, den wirklich sehenswerten Film von Ulrich Best: "Der Daigo-ji und seine Mönche" - und das nicht nur zum besseren Verständnis. Es ist eine vollkommene Abrundung der Gesamtausstellung.

 

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